Stubaital :: Stubaier Höhenweg (2012)

Tour 10 | Fast schon allgäuerisch

Ein schöner, teilweise schon zu versicherter Weg (ich will Fels, kein Eisen) in einer vielleicht etwas unspektakulären Bergwelt. Kondition: 7, Bergsicherheit: 7.

Höhenprofil (anklicken für GPS Route)

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3 Tage :: Neustift – Nürnberger Hütte (2,5h) – Bremer Hütte (4,25h) – Innsbrucker Hütte (6,5h) – Neustift (3,5h)

Bildergalerie.

Der erste Tag haut gleich richtig rein: statt auf der Nürnberger Hütte zu übernachten und evtl. noch einen Gipfel mitzunehmen, machten wir dort keinen Halt und gingen gleich zur Bremer Hütte weiter. Vom Parkplatz Nürnberger Hütte (hinter Ranalt) aus geht es erstmal gemütlich zur Bsuchalm und dann erst etwas steiler, dann nur noch leicht ansteigend weiter zur Nürnberger Hütte.

Dort verliert man erstmal wieder etwas an Höhe und quert den Bach um auf der anderen Seite wieder steil hinaufzusteigen. Nach einiger Zeit erreicht man eine fast paradiesische kleine Hochebene in der sich der Bach leicht staut, kleine Seen bildet und alles in Grün erstrahlt. Doch der Anstieg zum Simmingjoch wartet schon und nach einem kräftigen Schlussanstieg im steilen Fels hat man dann endlich die alte Zollhütte erreicht und sieht auch schon die Bremer Hütte weiter unten auf einen warten.

Die Bremer Hütte hat fantastisches Essen und eine unverschämte Hüttenwirtin. Letztere beantwortet die Frage ab wann es denn Frühstück gebe, bei jedem Gast anders (bei uns „ab 7“), wohl damit sie weniger Stress morgens hat. Das Ergebnis: statt um 6 (wie einige andere) zu frühstücken, kamen wir erst um 7 dazu und konnten so unser erstes richtiges Gewitter in den Bergen „genießen“: Fels suchen, Poncho anziehen, drunter verstecken, in Hocke abwarten bis alles wieder vorbei ist. Das waren lange, aber faszinierende 45 Minuten während das Gewitter um uns herum getobt hat.

Der zweite Tag beginnt sportlich im 30m hohen Kamin der nach unten durchklettert werden muss (oder umgangen werden kann), aber perfekt versichert und ausgebaut ist. Nach kurzem Anstieg kommt man am Lauter See vorbei und nun ist der restliche Höhenweg zur Innsbrucker Hütte geprägt von vielen kleinen An- und Abstiegen, schönen kurzen felsigen Passagen (versichert) und auch viel Grün und viel Wasser, welches von den Flanken runterstürzt. Drei steilere Überschreitungen sind auch dabei, die aber problemlos zu nehmen sind und stehts einen neuen Blick der Stubaier Bergwelt ermöglichen.

Der Weg ist zwar hochalpin, aber die Landschaften, Gletscher und Berge an sich finden wir im Ötztal und den Tauern nochmal einiges faszinierender und spektakulärer. Hier wähnt man sich beinahe im Allgäu – so grün, wasserreich und nicht-hochalpin wirkt die Stubaier Bergwelt an dieser Wegstrecke. Der Weg übrigens ist wirklich perfekt (ketzerisch: langweilig ;) – viele Versicherungen, Tritthilfen und verlegte Felsplatte.

Am dritten Tag geht es erst steil nach unten, dann über einen geschotterten Fahrweg gemütlich zurück nach Neustift, von wo aus der Bus alle 30min zum Parkplatz Nürnberger Hütte fährt. Die anstrengendere, aber wohl lohnende, Alternative über den Elfer haben wir aufgrund des schlechten Wetters nicht gemacht.

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