Archiv der Kategorie: Hausbau OMB

Unser Bautagebuch über den Neubau einer DHH in Obermichelbach

Tiefergelegte Zisterne

Den vielleicht größten Hammer unseres Hausbaus entdeckten wir erst vor ein paar Wochen bei der Gartenplanung: der Zisternendeckel ist verdammt hoch. Ein Nachmessen mit einer Schlauchwasserwaage brachte dann die traurige Gewissheit, dass unsere Zisterne 23 Zentimeter überhalb der Straßenkante liegt und somit fast 20 Zentimeter aus dem Pflaster der Carportfläche herausragen wird. Unparkbar.

Eine Alternative unseres Rohbauers wäre ein neuer, flacher (nicht konischer) Deckel. Dann müsste allerdings der Wasserfilter anstatt in der Zisterne selbst zu sitzen, extern verbuddelt werden. Außerdem stellt sich natürlich die Frage ob die konstruktionsbedingte geringere Tragkraft eine Befahrbarkeit zulässt.

Geeinigt haben wir uns dann auf die denkbar aufwändigste Lösung: dem Versetzen der Zisterne. Es sollen die 8.000 Liter Wasser abgepumpt, die Zisterne ausgebuddelt, per Autokran herausgehoben, das Loch um 20cm vertieft, die Zisterne wieder eingesetzt, die Kanalanschlüsse vertieft und angeschlossen werden.

Freilegen der Zisterne

Freilegen der Zisterne

Wie mailte unser Bauleiter so schön dazu: Manche haben einen tiefergelegten Manta oder Golf, Sie haben dann eben eine tiefergelegte Zisterne. Hat ja auch nicht jeder…

Tja, und wie das beim Bau so ist: zwei Tage vor dem Termin, alles war vorbereitet, Kran war bereits bestellt, ruft der Zisternenhersteller unseren Rohbauer an. Der Flachdeckel ermöglicht auf einmal doch einen internen Filter und die Befahrbarkeit ist selbst für Schwerlastverkehr sichergestellt. Lediglich ein Kanalanschluss muss etwas tiefer neu gebohrt werden.

Und so passierte es dann auch. Der obere Teil der Zisterne wurde vorsichtig freigelegt, der festbetonierte Deckel abgelöst und entfernt. Der Kanalanschluss wurde tiefer gebohrt (hierdurch verlieren wir tatsächlich ein paar hundert Liter Fassungsvolumen, bei ursprünglich aber 8.600 Litern aber vernachlässigbar) und alles wieder angeschlossen.

Der neue Flachdeckel schwebt ein

Der neue Flachdeckel schwebt ein

Der neue Deckel ist 40 Zentimeter flacher als der konische Deckel, daher wurden zum Schluss nochmal zwei Ausgleichsringe für der Gullideckel aufgesetzt. Jetzt kann fleißig gepflastert werden…

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Schlussabnahme durchgeführt

Heute vor exakt zwei Jahren fand unsere Unterzeichnung des Generalübernehmer-Vertrags statt. Vor zwei Wochen dann die Schlussabnahme mit unserem Bauleiter. Wir wohnen nun zwar auch schon fast ein Jahr in unserem Haus, aber dass die Abnahme erst jetzt stattfand ist schließlich nicht zu unserem Nachteil: zum einen erhielten wir natürlich noch keine Schlussrechnung, zum anderen hatten wir genug Zeit noch ein paar kleinere Mängel zu finden und natürlich beginnt der Gewährleistungszeitrum erst nach der erfolgten Schlussabnahme.

Entscheidender Teil des Schlussabnahme-Protokolls

Entscheidender Teil des Schlussabnahme-Protokolls

Wie man in unserem Baublog-Artikeln unschwer erkennen kann, gab es bei uns keinerlei größere Probleme oder Schwierigkeiten die den ausführenden Betrieben geschuldet waren und nicht gelöst werden konnten.

Und über die ganzen anderen Sachen kann man im Nachhinein aber ganz gut lachen: selbst mit anpacken müssen und die „tonnenschweren“ Warmwasserspeicher in Keller mit runtertragen, die unmöglichen Ecken vom Innenputz, die defekte Notheizung, falschen Spülkästen, falsch gesetzte Abflüsse, … ;)

Im Endeeffekt nichts, was uns zwar nicht kurzzeitig Nerven, aber dank des perfekten Baumanagements unseres Bauleiters Geld oder Zeit gekostet hätte.

Und entsprechend lief dann auch die Schlussabnahme ab. Wir gingen die neuesten offenen Punkte durch und unterschrieben, dass wir unser Haus nach Erledigung der noch offenen Punkte (Zisterne (Spoileralarm: da kommt noch ein längerer Artikel – die Zisterneoberkante liegt 20cm über unserem geplanten Carportpflaster), undichtes Fenster, defekte Treppenstufe, schiefe Fliese) abnehmen.

An dieser Stelle nochmal ein extra Dank an die Firmen:

und natürlich und vor allem an unseren Generalübernehmer (Bauträger) Böhm & Bertko für die ständige Erreichbarkeit (auch noch beim Boarden in den Urlaubsflieger) und die immer  zeitnahen Besprechungen und Lösungen aller kleinen und großen Probleme.

Schön dass es vorbei ist, aber uns hat das Bauen unseres Traumhauses echt Spaß gemacht.

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Schimmelfleck an Kellerwand

Letzte Woche entdeckten wir einen großen Schimmelfleck an einer Kellerwand.

Schimmelfleck an der Kellerwand

Schimmel im Keller in Neubauten ist zwar nicht so ungewöhnlich, die Größe und Position unseres Schimmels dann aber doch. Ist ja auch schließlich direkt an einem Abwasserrohr. Die erste Vermutung war Kondenswasser: das kalte Abwasser kühlt das Rohr ab, die Luftfeuchtigkeit kondensiert am Rohr und sammelt sich an dessen unterster Stelle an der Wand.

Es hätte aber auch noch eine Art natürliche Kältebrücke trotz Perimeterdämmung an der Außenseite sein können: auf der Innenseite einer Ecke hat man eine geringere Fläche als auf der Außenseite und somit einen höheren Wärmeverlust (deshalb sind Kaiserpinguine rund und nicht eckig ;)

Den richtigen Hinweis gab aber ein Taschentuch: in der Wand zwischen Rohr und Isolierung reingesteckt und nach 15 Minuten nass rausgezogen. Hätte zwar immer noch Kondensat sein können, war es aber nicht. Der Sanitärhandwerker entfernte den Putz und untersuchte Rohr und Dichtung in der Wanddurchführung (Doymadichtung). Dabei stellte er eine gerissene Muffe beim Übergang Rohr – Doymadichtungfest.

Diese wurde ausgetauscht und jetzt lassen wir den restlichen Putz erstmal trocknen und beobachten dann dennoch weiterhin.

Außenputz lässt auf sich warten

Tja, gibt nicht viel zu berichten die letzten Wochen. Anscheinend ist es gar nicht so einfach ein Gerüst zu besorgen. Dieses Problem hatten wir ja auch schon bei den Rollokästen und der Perimeterdämmung.

So steht unser Haus immer noch nackig rum während wir auf Gerüst und Außenputz warten. Eigentlich wäre es egal, wenn nicht durch die Anputzschienen am Zwerchbau Regenwasser eintreten kann (im Rohbau bereits passiert) und es nicht einfach so nach südeuropäischem-fast-fertig-Stil aussehen würde.

Vielleicht bau ich mir ja selber ein Gerüst und engagiere diese fleißigen Arbeiter. Da geht’s dann halt wenigstens vorwärts.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Un04VMBnD-g]

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Außenputz und Ausbesserungen

Diese Woche hatten wir eine Besprechung mit unserem Bauleiter (die uns auch schon per virtuellem Blumenstrauß zum Einzug gratulierten! :)  und dem Verputzer. Die eigentliche Außenputzbesprechung ging dabei ziemlich schnell vonstatten, da es dort ja eigentlich nur „straight forward“ ohne Sonderlocken zugeht. Wir werden einen zweigeteilten Putz (mit andersfarbigen Sockeln unten) nehmen, aber sowohl die Sockelhöhe als auch die Farbcodes müssen wir erst entscheiden bis das Gerüst steht.

Das Gerüst soll dann Ende Mai stehen, so dass im Juni dann der Unterputz aufgebracht, dann etwa zwei Wochen trocknen – und abschließend dann der Überputz (ob der wirklich so heißt? ;) gemacht werden kann.

Anschließend begutachteten wir auch noch gemeinsam die im letzten Artikel erwähnten Mängel am Innenputz – insbesondere an den Wandabschlüssen zur Decke hin und in den inneren Ecken. Hoffen wir, dass die Nacharbeiten diesmal auch tatsächlich die Mängel verbessern.

Die Probleme mit dem angeblich „oberflächenfertigen“ Deckenspritzputz wurden auch gleich noch besprochen. Zum einen ist der Deckenputz an einigen Stellen so dünn, dass man dunkle Schattierungen von der Betondecke sieht. Zum anderen haben wir etwa 5cm breite, wesentlich hellere Streifen, die sich in exakt gerade Linien durch unser gesamtes Erdgeschoss ziehen.

sichtbarer Streifen im Deckenspritzputz (diagonal im Bild)

Die Erklärung ist einfach, aber man muss erstmal drauf kommen: unsere Betondecke wurde ja durch auf Träger liegende Holzbalken gestützt. Anscheinend hat das Holz nun irgendwelche Stoffe (unser Bauleiter hat’s erklärt, ich aber leider vergessen ;) abgegeben, die dann vom Beton aufgenommen wurden. Als Konsequenz nimmt nun dieser Bereich die Farbe des Spritzputzes anders auf als die „normale“ Betondecke – die Streifen entstehen.

Wir hatten gleich beim Verputzen den Chef noch gefragt ob diese (da schon sichtbaren) Streifen verschwinden: ja, das würde durch’s Trocknen weggehen. Da sie nun immer noch sehr deutlich wie eh und je da sind, haben wir mit unserem Bauleiter ausgehandelt, dass die EG-Decke noch gestrichen wird. Aber halt blöd, dass der Verputzer nicht gleich eingeräumt hat dass die Streifen wohl eher nicht weggehen – weil so muss halt erst alles abgeklebt werden und wir haben dennoch den Dreck und den Ärger.

Aber ich möchte nicht mit etwas Negativen schließen, dazu haben wir ja auch eigentlich keinen Anlass. Weil dank der perfekten Planung, Organisation, Handwerkern und den ausschließlich besten Materialien konnte etwas fertiggestellt werden, was meine kühnsten Erwartungen übertraf. Ein neues Zeitalter des Hausbaus und des Wellness ist angebrochen. Ich darf präsentieren: die Weizen-AfterSport-Regendusche!

Weizen-AfterSport-Regendusche

Und bitte drückt uns die Daumen, dass unser Nachbargrundstück noch etwas länger unbebaut bleibt. Ich glaube nämlich, dass „Obermichelbach“ auf Altmittelfränkisch für „Ort der schönen aufgehenden Sonne“ bedeutet.

wir lieben den Ausblick aus unserem Schlafzimmer und Büro!

Aber die Grundstücksbesetzer mähen bereits den Rasen…

Ronja, unsere neue Nachbarin.

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Hausbau im Prinzip fertig

Der letzte Bautagebuchartikel ist ja nun schon etwas her und es hat sich einiges getan. Nachdem das Parkettverkleben schneller und einfacher vonstatten ging wie gedacht, war auch die Küche schon nach wenigen Tagen fertig aufgebaut. Und dank vieler eifriger Helfer konnten auch die Schränke und das Bett schnell aufgebaut werden.

Griffbefestigung einer Schlafzimmerschranktür: kaum passt man mal nicht auf, fangen die Helfer das Blödeln an ;)

Und so wohnen wir jetzt schon seit drei Wochen in unserem neuen Haus. Und im Nachhinein haben sich die Eigenleistungen noch mehr gelohnt, wenn man unter dem selbstisolierten Dach schläft, auf dem selbstverklebten Boden läuft, … :)

Unser mühevoll selbstverklebtes Holzparkett

Was ist spannendes zwischendrin geschehen? Nunja, nach dem Boden verlegen wurden die Türrahmen und Innentüren durch die Firma Kneitschl eingesetzt (auch wieder stark: ein Handwerker, 12 Türen, ein Tag). Anschließend kam erneut der Fliesenleger und stellte seine Arbeiten fertig: die jeweils letzte Fliese wurde passend an die Türrahmen „rangefliest“.

So richtig spannend war für mich die Patchverkabelung für unser Netzwerk zu erstellen. Weil – naiv wie ich war – dachte ich, die gelegten Netzwerkkabel kann man einfach an einen Switch anschließen. Nö. Es handelt sich um Installationskabel die erst via Patchpanel an normale Patchkabel angeschlossen werden können.

Da der Elektriker (zu Recht) sehr viel Geld hierfür wollte, bestellte ich Patchpanel, Kabel und LSA Werkzeug (LSA = löt-, schraub-, abisolierfrei) und machte mich selbst an die Arbeit. Im Prinzip total einfach: Patchkabel abisolieren, entwirren, auflegen und das Werkzeug klemmt, schneidet und abisoliert in einem Schritt von alleine. Perfekt.

Angeschlossenes Patchpanel

Leider gingen dennoch drei der zwölf LAN-Dosen nicht, aber der Elektriker fand an den (von ihm) installierten Dosen schnell die Fehler und somit haben wir nun überall schnelles LAN, was auch notwendig ist, da die Betondecke unser WLAN nicht durchlässt.

Als ich dann auch noch alle (nicht erteilten) Aufträge im Telekomshop stornieren ließ und mich selbst an den diversen Hotlines um DSL kümmerte, haben wir nun auch endlich 16.000 DSL – etwas mehr als der vom T-Punkt Shop eigenmächtig eingerichtete Analoganschluss.

Was war noch? Alle Handwerker haben alle Arbeiten inzwischen abgeschlossen und bis auf den Innenputz („fehlende“ Ecke im Wohnzimmer – dann vom Chef nachgebessert – jetzt eigentlich noch schlimmer) und noch einigen anderen (kleinen) Mängeln sind wir sehr zufrieden dass alles so (nahezu) reibungslos geklappt hat. Vor allem mit unserem Rohbauer (A&S Bau) und unserem Elektriker (Elektro Meyer) lief es einfach perfekt.

Ich hoffe, das hat der Verputzer nicht ernst gemeint!

Was passiert jetzt? Nun ja, wir wohnen inzwischen seit drei Wochen im Haus und haben uns von Anfang an so richtig wohl- und heimisch gefühlt. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir seit Weihnachten jedes Wochenende im Haus gearbeitet haben. An das Landleben haben wir uns auch schon gewöhnt und lassen uns täglich zum Sonnenaufgang von den Wildgänsen, die dann immer direkt über unser Haus fliegen, wecken.

Guten Morgen Obermichelbach! (Blick aus dem Schlafzimmer)

Wie geht es weiter? Wir warten jetzt auf einen der letzten Termine mit unserem Bauleiter um das Gewerk Außenputz noch zu besprechen. Für den Putz wird nämlich auch längere Zeit gutes Wetter benötigt, was ja aber so langsam dann endlich mal kommen sollte…

963px-Möbiusband

Ein endloses, geflochtenes Band.

Das Buch „Gödel, Escher, Bach“ verstaubt zwar weiterhin sehr erfolgreich in einer Kiste, der Untertitel und gerade der Bezug zum Möbiusband sind mir aber gerade jetzt wieder sehr präsent.

Das Möbiusband ist nicht orientierbar - wie passend.
(Bildquelle: Wikipedia)

Letztes Jahr kamen wir in die endlose Schleife rein, als wir nur noch Behördengänge erledigten, myriadenfach telefonierten, mehr Unterschriften sammelten als die Gegner von Stuttgart21 – nur um dann doch wieder direkt auf „Los“ gehen zu müssen aber die 400 Euro nicht bekamen, sondern zahlten.

Doch dann, im Juli 2011, dachten wir wir wären entkommen. Die Bagger rückten an und es wurden Tatsachen geschaffen. Es wurde Sommer.

Nur jetzt, kurz vor Einzug, geht es wieder los. Kleinigkeiten wie falsche WC-Drücker, Duschstangen, defekte Spülung, etc. wurden sehr schnell getauscht und behoben. Aber außerhalb unserer geschützten „Bauträger-Blase“ knirscht es schon wieder gewaltig.

Da hätten wir den ausführenden Betrieb der N-Ergie, der nie für uns Zeit hatte. Eigentlich eine Kleinigkeit zum warmwerden.

Dann will der Kaminkehrer hier nen Nachweis, dort mehr Abstand, dann noch eine größere Unterlegplatte – während die Aufstellerfirma von all dem nichts gewusst haben will (als ob es der erste Ofen für sie wäre). Wir hatten inzwischen schon etwa 4 persönliche und noch wesentlich mehr telefonische Gespräche.

Und die Telekom will sich natürlich auch nicht lumpen lassen. Nachdem unser Anschluss vom Bauherrenservice freigegeben wurde, war ich im Telekomladen und bestellte DSL. Es sei alles okay gewesen, der Anschalttermin wurde mir mitgeteilt und ich verließ ohne jegliche Unterlagen (das sei normal, die Auftragsbestätigung erfolge per Post) den Laden.

Nur Post erhielt ich nicht. Auf Nachfrage hieß es dann, der Anschluss müsse für die Buchung noch angeschaltet werden. Ich werde angerufen.

Nur angerufen wurde ich nicht. Auf erneute Nachfrage (diesmal bei einer anderen Kollegin) erfuhr ich die gesamte Historie meines Auftrags: die Buchung hatte noch nie geklappt. Zu Beginn, im Laden, als ich angelächelt und verabschieded wurde, wusste die Mitarbeiterin bereits dass meine Buchung nicht funktionierte. Ein paar Lügen versehentliche Fehlinformationen dass alles okay sei, aber halt die gebuchte Geschwindigkeit „jetzt gerade nicht angezeigt“ wurde und ich war ihr vom Hals.

Damit konfrontiert war sie heute wesentlich kleinlauter, aber es gab immer noch keine Ergebnisse bezüglich des bei uns vorliegenden „Leitungsmangel“.

Der Bauherrenservice, den ich sicherheitshalber gleich danach anrief, schaute in die Akte, gab ein „ja um gotts willn“ von sich und versprach, sich morgen bei mir zu melden.

Hat noch jemand Lust bei uns im lustigen unendlichen geflochtenen Band ein paar Runden mitzudrehen?

Update 23.03.2012: nachdem ich dann schon wieder nicht mehr von der Telekom zurückgerufen wurde, nahm ich das Problem nochmal selbst in die Hand. Zuerst hatte ich in der Bauherrenbetreuung Erfolg: er kümmerte sich sofort um mein Problem und ein paar Stunden später rief mich ein kompetenter Techniker an.

Unser Anschluss war deswegen nicht buchbar, weil die N-Ergie (die unser Strom- und Telefonkabel gelegt hat) noch keine Rechnung hierüber an die Telekom gestellt hatten. Erst mit der Rechnung kann unser Anschluss in die verschiedenen Systeme als „verfügbar“ eingetragen werden. Der Techniker wollte noch weiter recherchieren und versprach mich nächste Woche zurückzurufen.

Am nächsten Morgen rief er dann tatsächlich schon an: er hat uns bereits jetzt überall eingetragen, die Rechnung folgt erst später. Somit ist unser Anschluss ab sofort buchbar.

Innenausbau - 390 - header

Parkett selbst verlegen und verkleben

Letztes Wochenende stand ein weiteres großes Experiment Projekt an: das Holzparkett für Wohn-/Esszimmer und Küche sollte verlegt werden.

Bei unserem Parkett handelt es sich um Dielen (18x240cm) die keine Klickverbindung, sondern Nut und Feder haben und daher mit dem Estrich verklebt werden müssen. Gegen eine schwimmende Verlegung (mit Klickparkett) spricht eindeutig die Fußbodenheizung. Zum einen benötigt man eine Dampfsperrfolie und eine Trittschalldämmung, wobei gerade letztere einen schlechten Wärmedurchgangswert hat. Zum anderen entsteht zwischen den einzelnen Belagschichten jeweils ein (kleines) Luftpolster, welches wiederum eine wärmeisolierende Wirkung hat.

Im Internet und von vielen Parkettbetrieben wird einem immer wieder von einer Verklebung in Eigenleistung abgeraten. Bis wir auf die „Wohnraumprofis“ gestoßen sind, die uns kompetent beraten und geholfen haben. Dort bestellten wir unser Parkett Eiche weiß geölt und liesen uns alles zur Verklebung zeigen (und die Materialien besorgen).

Zuerst wurden vom Fachmann die ersten drei Reihen mittels Schnüren und Lasermessung angelegt und die Kanten der Dielen mit Bleistift auf dem Boden markiert. Dann wurde alles wieder abgebaut und der Estrich mit einer Grundierung versiegelt. Am nächsten Tag konnten wir dann mit dem Verlegen beginnen.

Parkett verkleben ist wahrlich kein Hexenwerk. Wir haben immer drei vollständige Reihen zurecht gelegt und passend gesägt. dann weggeschoben und mit einer normalen Spachtel den Parkettkleber auf dem Estrich verteilt. Anschließend wurde der Kleber mit einer anderen Spachtel (die tobleroneförmige Schlangen erzeugt) abgezogen.

die nächsten vorbereiteten Reihen

die nächsten drei Reihen in der Vorbereitung

Nun hat man kleberbedingt etwa 30 bis 45 Minuten Zeit das Holz zu legen. Ein Brett wird bündig an die vorherige Reihe gelegt und dann an seine endgültige Position geschoben. Dabei rutschen Nut und Feder meist kinderleicht zusammen. Falls nicht (meistens bei der jeweils ersten Reihe einer neuen Klebe-Schmierung wenn die trockenen Reste nicht richtig entfernt wurden) lies sich das mit kräftig drücken richten.

Kleber

Kleber

Insgesamt haben wir so zu zweit 59 Quadratmeter Parkett in vier Tagen verlegt und man kann es jedem nur empfehlen wenn einem die vom Parkettleger veranschlagten 25 Euro pro Quadratmeter Lohnkosten schmerzen…

Innenausbau - 383 header

Wände gestrichen und alles unter Strom

So langsam wird es schon fast wohnlich. Die letzten Wochenenden verbrachten wir mit vielen fleißigen Helfern im Haus und brachten dabei über 150 Liter Farbe an die Wände und Decken, Haare und Gesicht.

STO macht weißer als weiß ;)

STO macht weißer als weiß ;)

Auch die letzten Arbeiten des Trockenbaus haben wir endlich abgeschlossen. Wir haben noch die beiden Velux-Rahmen der Dachflächenfenster zusammengebastelt (im wahrsten Sinne des Wortes) und mit viel Mühe auch einsetzen können.

Obwohl die mitgelieferte Anleitung wirklich genial ist (inklusive Schablonen, Lot, etc.) haben wir für beide Rahmen drei Tage benötigt. Viel Zeit ging aber (mal wieder) vor allem dafür drauf, den luftdichten Folienanschluss hinzubekommen.

Folienabschluss am Dachflächenfenster

Folienabschluss am Dachflächenfenster

Bevor wir die Rigipsplatten anbrachten, hatte ich noch Trafo und Kabel für Halogenspots in der Decke verlegt. Die Kabelenden mussten jetzt wieder gefunden, die Decke aufgebohrt und die Lampen eingesetzt werden. In 7 von 8 Fällen klappte es auch – in einem Fall musste leider das 68mm große, falsch gesetzte, Loch wieder zugespachtelt werden.

Es wurden (vor drei Wochen) auch schon vom Fliesenleger alle Arbeiten erledigt, so dass das Bad jetzt schon tatsächlich fast ein richtiges Badezimmer ist. Lediglich die Wandfließen und Bodenleisten die direkt an die Türrahmen grenzen, fehlen noch. Erst wenn die Innentüren eingebaut sind, kann drangefließt werden.

Und unsere (fast) unendliche Geschichte mit dem Stromanschluss hat letzte Woche ein Happy End gefunden! Unsere Wärmepumpe konnte ja nicht in Betrieb genommen werden, weil wir nur Baustrom hatten. Somit mussten wir mit einer elektrischen Notheizung (wie ein Tauchsieder) das Wasser unserer Fußbodenheizung rein elektrisch aufheizen. Das zog jetzt in 10 Wochen rund 18.000 kWh – das neunfache unseres aktuellen Jahresverbrauchs!

Mehrspateneinführung (Telefon, Strom, Wasser)

Mehrspateneinführung (Telefon, Strom, Wasser)

Doch nachdem der ausführende Betrieb erst Kältefrei hatte, dann Kältefrei und dann wieder Kältefrei, bekamen wir letzte Woche endlich unseren richtigen Hausanschluss. Dass das Kältefrei aber einigermaßen berechtigt ist, verstehe ich jetzt: das Anschlusskabel hat etwa den gleichen Durchmesser wie unser Wasseranschluss – nur halt nicht hohl sondern mit Leitungen. Dass sich dieses Kabel bei Minusgraden unmöglich biegen und verlegen lässt (muss durch unser Leerrohr der Mehrspateneinführung gezogen werden), verstehe ich jetzt.

Zwei Tage nachdem der Strom dann da war, konnte dann auch unsere komplette Heizungsanlage (Luft-Wasser-Wärmepumpe) durch die Firmen Sitzmann und Meyer in Betrieb genommen werden. Aktuell läuft die Heizung aber leider noch im Notbetrieb (reiner Strommodus) aber das soll bald behoben sein. Und Anfang März kommt dann ein Techniker von Stiebel-Eltron und konfiguriert und erklärt uns die Anlage.

Teil der Heizung

Teil der Heizung

Ansonsten geht es jetzt schon ziemlich schnell dem Ende entgegen: die Böden sind geliefert und werden auch schon verlegt. Wenn das Timing wie bisher weiterhin so perfekt ist, dann klappt das noch mit dem Einzug Ende März…

Innenausbau - 334 header

Der Innenausbau läuft auf vollen Touren…

Heute geht es, wie versprochen, um nichts Technisches (insb. keinen Taupunkt). Und diesmal auch nur kurz und knackig.

Wir haben das EG vollständig fertig gestrichen.

Gestrichene Wand

Gestrichene Wand

Wir verfugen die Rigipsplatten und streichen das DG.

Streichen der Badezimmerdecke

Streichen der Badezimmerdecke

In unser Haus laufen aktuell fünf Stromkabel, aber das von der Notheizung scheint wohl den meisten Durchsatz zu haben ;)

Stromkabel für Notheizung

Stromkabel für Notheizung

Und aktuell wird unser Bad und EG-Flur gefliest.

Und noch eine (lustige?) Geschichte. Die Heizung wurde letzte Woche montiert. Allerdings war der zweite Monteur (Stift ohne Kraft) völlig überfordert. Leider war ich auf der Baustelle und musste daher die über 200 Kilo schweren Wärmespeicher in den Keller befördern. Das Ding stand auf einer Palette, die der Hauptmonteur mit sich selbst als Gegengewicht in Balance hielt, während ich unten die Palette zog und zog und … auf die jeweils nächste Treppenstufe knallen lies (und dabei zwei Treppenstufen zerstört).  Vier Stufen vor dem Ziel klingelte sein Handy. Und er ging weg zum Telefonieren. Ernsthaft. Ich (und der Zwerg) hielten also von unten mit voller Kraft den Kessel. Toll. (Aber ein bisschen wie Indiana Jones)

Dafür haben wir jetzt einen vollständigen Heizungskeller und ein UFO von einer Heizung neben der Haustür (auf dem Foto noch im offenen Zustand).

Außenaufstellung der Wärmepumpe

Außenaufstellung der Wärmepumpe (ohne Verkleidung)