Archiv der Kategorie: Kurioses

Was ein SPIEGEL ONLINE Artikel wirklich kostet

SPIEGEL ONLINE (SPON) hat einen tollen Artikel veröffentlicht: „Was ein iPhone wirklich kostet“. Und – welch eine unverschämte Frechheit von Apple – der an den Endkunden weitergegebene Verkaufspreis (629 Euro) ist viel höher als die Summe der Einkaufspreise der einzelnen Komponenten (155 Euro).

Ich habe mir daher mal die Mühe gemacht und ausgerechnet, was ein Artikel auf SPON tatsächlich kostet. Ein Artikel besteht lediglich aus lesbaren Zeichen, somit müssen auch nur diese in der Rechnung berücksichtigt werden. IT Infrastruktur, PCs, etc. lasse ich genauso außen vor, wie SPON die Montage, Forschung, Lizenzgebühren, Marketing, …

Eine Computertastatur kostet 20 Euro und man erhält dafür etwa 40 Tasten für alle notwendigen Zeichen eines Artikels. Eine Taste hält vielleicht 50.000 Anschläge durch. Somit entstehen pro eingegebenen Zeichen Kosten in Höhe von 0,001 Cent.

Der aktuelle SPON Hauptartikel besteht aus 7372 Zeichen. Somit ist nach der Rechnung von SPON ihr eigener Hauptartikel stolze 7,372 Cent wert*.

* im Artikel heißt es noch „wirklich kostet“ im Video ist die Rede von „wirklich wert“.

Tauben-Wegfangaktion

Der Titel dieses Artikels war auch die E-Mailüberschrift heute. Um Hygienemängel auf unserer Dachterrasse in Gostenhof zu vermeiden, werden von einer Spezialfirma

die Tauben eingefangen, […] entwöhnt, beringt (markiert) und außerhalb von Bayern wieder freigelassen.

Klingt ja eigentlich schon verdächtig nach Aprilscherz. Aber weiter gehts, zuerst müssen wir noch mehr Tauben als bisher anlocken und zutraulich machen, das geht am besten in dem

eine Woche lang […] die Tauben an ihren gewohnten Plätzen mit attraktiven Spezialfutter angefüttert [werden].

Gut, jetzt haben wir mehr und noch fettere Tauben. Jetzt werden die Fallen „scharfgemacht“ und regelmäßig kontrolliert. Was macht man aber mit den dann eingefangenen Tauben? Man steckt sie in einen außerhalb von Bayern aufgestellten

Taubenkäfig, auch von uns als Taubenhotel bezeichnet

und lässt sie nach etwa drei Wochen „Entwöhnungsphase“ frei.

Einfach schön.

Deutschland – mediales Hochpreisland?

Diese Frage stellt sich mir insbesondere bei digitalen Medienträgern. Klar, der Preis wird vom Markt, Steuern, etc. mitbestimmt, aber mir fällt die deutsche Preisgestaltung immer öfter negativ auf.

Beispiel Adobe: „Creative Suite 5 Design Premium“. Im amerikanischen Store kostet es umgerechnet 1.355 Euro. Im deutschen Store zahlt man 2.735 Euro – ziemlich exakt das doppelte. Bei DVDs amerikanischer Sitcoms ist die Lage ähnlich. Während die englischen Versionen seit langem angeboten werden, erscheinen sie in Deutschland viel später und erstmal in zwei Teilen, schließlich will man zweimal das jeweils doppelte abkassieren.

Gut, dass England in der EU ist. Während mein Warenkorb mit „Two and a Half Men“ (Staffel 6, Staffel 7(1), Staffel 7(2)) und Big Bang Theory (Staffel 1) bei Amazon Deutschland mit über 90 Euro zu Buche schlägt, habe ich bei Amazon UK gerade mal 33 Euro (inkl. Versand) bezahlt. Und jetzt habe ich nicht nur 60 Euro gespart, sondern auch gleich noch diese unsäglich schlechte Synchronisation.

In diesem Sinne:

Glauckenstucken! – It means feeling guilty for having felt schadenfreud.

Doppelter Umsatz dank Gutschein

Unglaublich, zwischen Spendenaufrufen, Werbung und „Last Christmas“ passen auf Antenne Bayern tatsächlich noch Nachrichten.

Der Einzelhandel setzte mit […] fast genauso viel um wie im Vorjahr. Und das wird auch noch nach Weihnachten anhalten, schließlich werden oft auch Gutscheine verschenkt.

Ja nee, is klar.

Stasi für Kinder

Rechtzeitig vor Weihnachten habe ich noch dieses tolle Geschenk von Lego gefunden. Lego hat ja auch eine Art Bildungsauftrag und so darf neben Dinosauriern, Schatzinsel und Feuerwehrauto natürlich nicht der Überwachungs- und Abhörtruck fehlen!

Demnächst gibt es auch das lebensgroße Stopp-Schild von Zensursula, einen Baukasten für eine dreckige Bombe und einen Bundestrojaner zum selberbauen.

Frohe Weihnachten!

Ausverkauf bei Quelle

Das Mismanagement geht auch in der Insolvenz weiter. Die „Angebote“ des „Ausverkaufs“ sind eine, gelinde gesagt, bodenlose Frechheit. Man bietet eine IXUS 110 für 268 EUR statt 299 EUR an, während es im Internet ab 216 EUR (224 EUR bei einem vertrauenswürdigen Laden) zu haben ist.

Total am Markt vorbei. Gratulation dass selbst der Untergang noch schief geht, weil so wird sich die Insolvenzmasse kaum erhöhen…

E X O T H E R M

Am Donnerstag war im Audimax in Erlangen die Hölle los: nach 15 Jahren die letzte Zaubervorlesung von „Ruuuuuuuuudi“, der dafür dieses Jahr das Bundesverdienstkreuz bekam. Wir hatten Glück und konnten reservierte Plätze bereits eine halbe Stunde vor Einlass besetzen. Die restlichen hunderte von Studenten strömten dann zwar noch rein, aber die Hälfte musste wieder gehen. Sowas wünscht sich wohl jeder Prof für seine Vorlesung ;) 2,5 Stunden langes Warten auf den Klapphockern, Transparente mit RUUUDI, MEEEHR und EXOTHERM sowie Megafone die diese Worte ständig wiederholten.

Dann gab es drei Stunden lang eine theaterreife Vorstellung von etwa 15 Mitarbeitern die Rudis Leben von der Geburt an nachspielten und dabei experimentierten und Krach machten und ständig die Rufe des Publikums ertrugen. „so, und jetzt etwas…“ „MEEEEEHR“ „…kaliumchlorat…“ „VIEEEEEEL MEEEEEHR“ „… hier rein…“ „ALLES“ „…dann erhitzen und warten bis es schmilzt“ „EXOTHERM“ „und dann das Gummibärchen rein“ „EXOOOOOTHEEEEERM“.

Tja, der Höhepunkt kam dann natürlich bei einer Explosion, bei der vorher gewarnt wurde auf jeden Fall die Ohren zuzuhalten und den Mund zum Druckausgleich offen zu halten =D

Insgesamt: sehr laut, sehr bunt und sehr sehr lustig. Edutainment, selbst um 98% abgeschwächt, würde fast jedem Prof gut tun und könnte so manche Vorlesung interessanter gestalten. Das es geht, beweist Rudi und andere (Lego Mindstorms in der Informatik). Das es ankommt beweisen solche Abende. Dank Studiengebühren müsste sich doch sowas auch durchsetzen lassen…

Die drei Todsünden

Was ist hier denn los? 5 Tage Hamburg und dabei 3 Todsünden miterlebt.

  1. Frühstücksbuffet: fette Frau vor mir nimmt sich Waffeln, Croissants und ertränkt diese in Ahornsirup. Gut, so weit war ich auch schon. Dann aber – vorsicht eklig – zurück zum warmen Buffet und ordentlich gebratenen Spech drauf!
  2. U-Bahn (oder wie es hier heißt: Hochbahn): Mann spielt mit seinem iPhone rum. Haltestelle kommt und er packt es – vorsicht noch ekliger – in seine braunlederne Herren-Handgelenks-Tasche! Warum deaktiviert sich das iPhone bei sowas nicht einfach selbst?
  3. Sauna: schwitzen bei 102 Grad, schon relativ voll. Dann kommen zwei breite Russen(?) mit Glatze, Badehose, kein Handtuch aber dafür Bier rein und hocken sich britschadbreit hin. Das Bier haben sie dann doch nicht ganz geleert in der Sauna, aber das dann unter der Dusche erledigt.

Abzocke von allen!

Auf dem Weg zur Arbeit vielen mir (örtlich getrennt) zwei Wahlplakate von der Linkspartei auf. Auf dem ersten Plakat war Gysi zu sehen, der Text lautete

Reichtum für alle.

Kurze Zeit später sichtete ich das nächste Plakat der Linkspartei, diesmal mit dem Text

Reichtum besteuern!

Fotos reiche ich wenn gewünscht noch nach. Mehr muss man über diese Partei wohl nicht schreiben.