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Grenzüberschreitung

Heute war ja unser großer Tag: das erste Treffen mit „mal so richtig was tun“ am Grundstück. Heute sollte nämlich das Schnurgerüst von unserem Rohbauer und Bauleiter aufgespannt und vom Landratsamt abgenommen werden.

Messen für das Schnurgerüst

Messen für das Schnurgerüst

Nur leider kam es nicht so weit. Die erste Absteckung ergab, dass wir die 3 Meter Abstand zur Nordgrenze unterschreiten würden. Da es im Plan aber passt, war genauere Arbeit notwendig – der Mann vom LRA ging auch erstmal wieder.

Endstand ist jetzt aktuell folgender: unsere DHH-Nachbarn haben ihr Haus 5cm breiter, 3cm zu weit nördlich und um einen Bruchteil in sich verdreht gebaut. Würden wir jetzt geradeaus weiter bauen würden wir an der äußersten Ecke die vorgeschriebenen drei Meter Abstand zur Grenze um etwa 3 Zentimeter unterschreiten.

Telefonisch haben sich unsere Nordnachbarn aber willig gezeigt, auch hierfür noch eine Übernahmeerklärung zu unterschreiben. Dann dürften wir dennoch so bauen. Falls nicht – dann bliebe nur schräg ansetzen (blöd, da wir dann keinen rechten Winkel innen hätten) oder versetzt bauen (blöd, da echt teuer).

Daumen drücken – Bier trinken – wird scho werden…

78 Unterschriften zum Glück

Heute haben wir offiziell den (hoffentlich nicht langwierigen) Prozess unserer Baugenehmigung gestartet. Ganz genau genommen handelt es sich dabei aber nicht um eine Baugenehmigung im herkömmlichen Sinne, sondern um den Antrag auf Teilnahme im Freistellungsverfahren mit zwei isolierten Befreiungen der Bauordnung.

Mappen für den Bauantrag

Mappen für den Bauantrag

Genau so komplex wie es klingt ist es dann auch tatsächlich. Wegen unserem Zwerchbau benötigen wir ja noch eine Abstandsflächenübernahmeerklärung seitens der betroffenen Nachbarn (da man bei einer DHH nur auf einer Seite die Freifläche auf 3m verkürzen kann – im Gegensatz zu einem EFH bei dem man dies zweimal tun darf). Nachdem die eigentlich betroffenen Ostnachbarn diese Erklärung nicht unterschrieben, planten wir um und ließen unserer Nordnachbarn unterschreiben. Am Haus selbst änderte sich hierdurch nichts. Nur dass nun halt die Nord- und nicht die Westwand in der Erklärung steht.

Das lustige am eigentlichen Antrag ist, dass man drei Exemplare benötigt: eine Erstschrift für das Landratsamt, eine Zweitschrift für die Gemeinde und eine Drittschrift für sich selbst (bzw. dem GÜ). Pro Mappe werden die unterschiedlichsten Unterschriften für Anträge, Lagepläne, Grundrisse und Querschnitte erfordert.

Somit durften wir 78 Mal unterschreiben, die Ostnachbarn 21 Mal und die Nordnachbarn 9 Mal.

Und jetzt liegt alles in den Händen der Gemeinde und des LRA: am 3. Mai findet die Gemeinderatssitzung zur Baugenehmigung statt und anschließend gehen die Mappen nach (hoffentlich erfolgreicher) Genehmigung an das LRA die wiederum das auch (hoffentlich) genehmigen werden und dann, ja dann kann’s nach eine Baubeginnsanzeige losgehen!