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Dachgeschoss - 110904_0247 - header

Um einen glatten Meter vermessen

Aktuell entsteht schon unser DG. Nachdem die Außenmauer fertig waren und auch die Stützen für das Dach verschalt wurden, entstehen aktuell die Innenmauern.

Im Dachgeschoss

Im Dachgeschoss

*Szene auf der Baustelle: Steine werden gesägt, Radio läuft, Betonpumpe schon am arbeiten*
Arbeiter A: Wo kommt denn der Schlitz hin?
Arbeiter B: WAS?
A: Wo der Bodenschlitz fürs Abwasser hinkommt?
B: Nach dreidreiundachtzig!
A: WAS?
B: Nach DREIDREIUNDACHTZIG!
A: Nach zweidreiundachtzig?
B: jaja!

So in etwa stelle ich mir die Kommunikation vor, als Arbeiter A gerade die Styroporplatzhalter für den Bodenschlitz in der Betondecke einsetzen wollte und, da er gerade keinen Plan dabei hatte, lieber mal bei Arbeiter B nachfragte.

Bodenschlitz für Abwasser

Bodenschlitz für Abwasser

Das Resultat sollte ja jetzt auch jedem klar sein. Wobei interessanterweise das Loch vom EG aus gesehen (also Filigrandecke) korrekt gesetzt wurde. Lediglich die Platzhalter im DG (also Betondecke) sind betroffen.

Unserem Bauleiter habe ich heute früh dann gleich Bescheid gegeben. Es kümmere sich darum, es sei aber eh nicht so schlimm, da sie notfalls halt das ganze Haus abreißen und nochmal von vorne anfangen. O-Ton (aber natürlich ironisch gemeint).

Nach ein paar Minuten kam dann der Rückruf: auf der Baustelle wurde es auch schon bemerkt. Der Schlitz wird zugemacht und ein neuer wird gesetzt(*). Aber da wir 16 Zentimeter Bodenaufbau haben, würde es sogar ohne neuen Schlitz funktionieren, da die Rohre auch so genug Platz haben.

Und heute Abend dann die positive Überraschung vor Ort: ist schon alles umgebaut. Perfekt.

Korrigierter Bodenschlitz

Korrigierter Bodenschlitz

(*) so einfach wird’s nicht sein: der falsche Schlitz wurde durch Styroporplatzhalter erzeugt, die vor dem Betoneingießen ihren falschen Platz fanden. Jetzt muss mit schwerem Gerät irgendwie der Betonboden auf etwa 150*20*15 Zentimeter geöffnet werden. Viel Spaß!

Erdgeschoss - 110831_0215 - header

Erdgeschoss steht

Der Rohbau des Ergeschosses ist nun auch abgeschlossen. Zuerst wurden die Außenwände mit 40er Porenbeton (bzw. die Kommunwand zum DHH Nachbarn mit 24er Kalksandstein) und anschließend wurden die Innenwände auch mit Kalksandstein gemauert. Wobei kein Mörtel im herkömmlichen Sinne verwendet wurde, sondern die Steine wurden eher miteinander „verklebt“.

Erste Steinreihe im EG

Erste Steinreihe im EG

Während die Terrassentüren und Fenster einen Rollokasten (bzw die Innentüren einen Betonbalken) aufgesetzt bekamen um dann weiter bis zur Deckenhöhe zu mauern, blieb das Kücheneckfenster nach oben hin offen.

Vorerst nach oben offenes Küchenfenster

Vorerst nach oben offenes Küchenfenster

Erst einen Tag vor der Decke wurden Verschalungen angebracht und der Teil oberhalb des Fensters wurde aus Beton gegossen in dem auch gleich die Bewehrungen für die Decke eingebracht wurde.

Vorbereitungen für Zug durch Verkragung

Vorbereitungen für Zug durch Verkragung

Dieses Vorgehen hat statische Gründe: an dieser Hausecke ist nämlich keine Stütze für die EG Decke (ca. 35 Tonnen Gewicht), somit wird in die Decke unsichtbar eine sogenannte Kragplatte (oder Verkragung (zumindest keine Verkrakung ;)) eingebracht, die dann das Deckengewicht und das Fensteroberteil „nach oben zieht“ (wie auch immer). Sonst würden zu große Spannungen am Küchenfenster (immerhin 4,7m Glaslänge insgesamt) auftreten was statisch eher suboptimal ist. Wer möchte schon ein „tragendes Fenster“ haben… ;)

Nachdem dann heute alle Deckenstützen angebracht und die Filigrandecke aufgesetzt wurde, konnten die Elektroarbeiten beginnen. Hierzu wurden wieder ein paar hundert Meter (ernsthaft!) Kabel auf die Decke angebracht und wieder durch Löcher ins EG zurückgeführt.

Kabelschlangen

Kabelschlangen

Nach Abschluss der Elektroarbeiten wurden die Bewehrungen installiert und morgen wird dann die Decke aus Beton gegossen. Fertig ist unser Bungalow…