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1345 gramm glas

Das ist mein neues Sigma 70-200/2.8 EX. Okay, etwas Elektronik und ein stabiles Gehäuse sind auch miteingerechnet. Aber das Gewicht und die Größe ermöglichen eine konstante Riesenblende von 2.8 im gesamten Zoombereich von 70-200mm. Ein kleines Vergleichsbild zur Blende 5.6 gegen 2.8 (und auch der Umrisse meines bisherigen „Riesenteils“ Canon 17-85 auf der linken Seite.

Blende des 17-85 gegen 70-200

Warum Sigma? Das Canon-Pendant kostet bei gleicher Leistung gute 1200 Euro und mein Objektiv konnte ich sehr günstig gebraucht im DForum erstehen. Normalerweise sind die Sigma schlecht verarbeitet mit einem langsamen Autofokus, einem billigen Gehäuse und einer suboptimalen Abbildungsleistung. Nicht so dieses aus der EX-Serie: stabiles wertiges Gehäuse, sehr schneller Ultraschallantrieb (wie bei Canon USM) und eine saugute Schärfe und Abbildungsleistung. Mein Exemplar ist der Vor-Vorgänger des aktuellen Modells und bietet kein „DG“ (auf Digital „optimiert“) und „Macro“ (Naheinstellgrenze auf knapp die Hälfte gesunken).

Erster Eindruck im Tiergarten: Schärfe sitzt auf den Punkt. Das Objektiv liegt dank seines Gewichtes und Größe gut in der Hand. Der HSM Autofokus trifft zu 90% auf Anhieb, lediglich bei schlechten Kontrasten fängt er etwas das „Pumpen“ an. Ausschuss nahezu keiner, fast jedes geschossene Bild ist auch bei Offenblende knackig scharf. Das Spiel mit der äußerst geringen Tiefenschärfe (bei 10 Metern etwa 26cm) macht einfach Spaß.

Zweiter Eindruck auf Hochzeit: Kleiner Ausschuss, Objektiv fängt ob der ungünstigen Lichtverhältnisse (Speisesaal, dunkel, Blitz) öfter mal das Pumpen an, trifft aber zu geschätzten 75% das Motiv auf Anhieb (liegt aber wohl auch am Hilfsfokuslicht des Speedlite). Kein Verwackeln dank Verschlusszeiten von 1/200 bei ISO 800 und F2.8. Die Fotos tagsüber (Sonne) sind 100% genial.

Persönliches Fazit: Der beste Kauf bisher. Dank der Lichtstärke ist kein Stabilisator nötig. Auch bei langsameren Verschlusszeiten nicht, da das Objektiv allein durch sein Gewicht (und der daraus resultierenden Trägheit der Masse) ein Verwackeln erschwert. Es ist interessant sich einen Tag lang auf den Brennweitenbereich 70-200 zu beschränken. Das schult das Auge und ermöglicht interessante (und intime) Momentaufnahmen.

mehr mut wagen

Ich bin gerade dabei meinen Kamerasensor zu reinigen. Der sieht nämlich echt schweinisch aus!

sensordreck

Da mir professionelle Tools wie spezielle Pads zu teuer sind, verlasse ich mich auf den kleinen Blaspinsel (nur ohne Pinsel) damit zumindest der größte Staub weggeblasen wird. Nur leider wollte ich es diesmal zu genau machen und berührte mit der Plastikspitze den Sensor (genauer: dessen Infrarotfilter direkt davor). Und schwupps hatte ich Plastikabrieb drauf! :-(

Abhilfe schaffen dann handelsübliche Q-Tips, mit denen man nicht nur Reinigungsreste, sondern auch hartnäckig festgeklebten Dreck wegbekommt!