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Ein kleiner Fotobuchtest

Wie ich bereits im ersten und zweiten Teil meiner kleinen Fotobuch-Reihe geschrieben habe, hatte ich die Möglichkeit ein Fotobuch von Saal Digital zu testen. Da es sich hierbei sowieso um meinen Standard-Anbieter handelt und ich keine weiteren Vorgaben zu diesem Artikel erhalten habe, nahm ich die Gelegenheit natürlich wahr und erstellte ein Fotobuch zum einjährigen Geburtstag meiner Tochter.

Saal Fotobuch: 28x28cm, Hardcover matt, Seiten matt.

Saal Fotobuch: 28x28cm, Hardcover matt, Seiten matt.

Software / Direktupload

Zur Software kann ich leider nichts weiter sagen, da ich einen „indirekten“ Direktupload verwende. Man ist nämlich nicht (im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern) auf die Software angewiesen, sondern kann – dank pixelgenauer Angaben zu den Abmessungen – die Fotobuchseiten in eigenen Tools (Photoshop, FotoFusion, etc)  erstellen und als PDF hochladen.

Ich erstelle meine Fotobücher mit FotoFusion, exportiere JPGs und lasse diese durch die Saal Software automatisch als Hintergrundbilder formatfüllend in alle Seiten einfügen. Dafür taugt die Software allemal.

Bestellvorgang

Ein paar Klicks zur Konfiguration (Cover: Glanz / Matt, Seiten ebenso) und das Buch wird hochgeladen und ist bestellt. Schade: in der Bestellbestätigung per E-Mail findet sich nicht der selbstgewählte Buchname. Ist mir immer wichtig wenn ich nachschauen möchte mit welchen Optionen ich das Fotobuch X nochmal bestellt hatte.

Positiv: detaillierter Status der Bestellung

Positiv: online findet sich ein detaillierter Status der Bestellung

Lieferzeit / Verpackung

Meine Saal Fotobücher wurden mir bisher immer zwei Tage nach der Bestellung per DHL geliefert. Schneller geht es glaube ich kaum.

Jedes Fotobuch ist einzeln in Folie eingeschweißt und zusammen im Paket mit Schutzecken und Polsterfolie versehen. Wäre jedes Fotobuch einzeln mit Schutzecken bestückt, dann würde ich mich auch beim einzelnen Weitertransport zu Beschenkenden sicherer fühlen.

Qualität

Die Fotobuchqualität ist einwandfrei. Wert legte ich bei der Auswahl des Anbieters auf zwei Faktoren: Belichtung (kein Druck) und plane Doppelseiten (kein Falz in der Mitte).

Ohne störenden Falz können Bilder auch mal über die Mitte gehen.

Ohne störenden Falz können Bilder auch mal über die Mitte gehen.

Meine Bücher lasse ich auf mattem Fotopapier entwickeln, Hochglanzbilder wirken schnell mal billig und sind für Portraits gänzlich ungeeignet. Außerdem ist mein Fotobuch relativ unempfindlich gegenüber Fingerdadschern (da fällt mir nichts hochdeutsches dazu ein ;) – Fingerabrücke sind vielleicht eine Teilmenge von Fingerdadschern).

Bei Saal besteht eine Seite aus zwei (Vorder- und Rückseite) miteinander verklebten Fotopapieren. Hierdurch sind die Seiten schön stabil, schwer und fühlen sich wertig an.

Die Farben sind „echt“ und es gibt auch keine sichtbaren Pixel / Raster wie bei gedruckten Büchern.

Schöne Farben und kein Raster sichtbar.

Schöne Farben und kein Raster sichtbar.

Der Kundenservice ist sehr gut, da bei meinem vorletzten Fotobuch ein kleiner Belichtungsfehler auf einer Seite war und ich nach kurzem Telefonat und Foto des Fehlers ein komplett neues Buch zwei Tage später in den Händen hielt.

Gesamteindruck

Das vielleicht beste Fotobuch auf dem Markt? Nein.

Da gibt es z.B. die Fotobücher von Fotoexakt (ehemals FC-Prints) die mit meinem Hochzeitsalbum das beste Produkt abgeliefert haben was ich bisher gesehen habe. Aber der Preis mit 188 Euro ist halt auch mehr als fünfmal so hoch wie das bei Saal Digital für 34 Euro (bei jeweils 40 Seiten).

Es gibt teurere Bücher die eine wesentlich schlechtere Qualität haben – sei es wegen der Materialien oder produktionsbedingt. Und die High-End Bücher mit in Italien handgeschöpften Papieren (tatsächlich) kommen für mich sowieso nicht in Frage.

Daher würde ich sagen: Saal ist für mich das beste Fotobuch – seit Jahren und nicht erst seit diesem Test ;)

Design eines Fotobuchs

Warum ich aktuell ein Fotobuch erstelle und wie man am besten die Bilder hierfür auswählt habe ich bereits im letzten Artikel beschrieben. Nun geht es um das eigentliche Design der einzelnen Fotobuchseiten.

Format. Hochformat kommt für mich nicht in Frage, ich möchte schließlich keine Zeitschrift publizieren.
Ich möchte eine Doppelseite als Ganzes für sich sprechen lassen, zwei unterschiedliche Themen oder Hintergrundbilder auf einer aufgeschlagenen Doppelseite kommen daher für mich nicht in Frage, da es sofort unruhig wirkt und das Auge des Betrachters ablenkt.
Daher sollte die Breite „der einen Seite“ (aufgeschlagene Doppelseite) nicht übermäßig die Höhe des Fotobuchs dominieren. Querformat, welches aufgeklappt normalerweise ein Seitenverhältnis von 3:1 oder gar 4:1 hat, scheidet somit aus.
Am nähesten ans (35mm Format angelehnte) Seitenverhältnis von 3:2 (in dem auch alle meine Bilder vorliegen) kommt daher ein quadratisches Format, bei dem eine Doppelseite entsprechend ein 2:1 Format hat.

2:1 als perfektes Fotobuchformat um auch ein einzelnen Bild auf einer Doppelseite wirken zu lassen.

2:1 als perfektes Fotobuchformat um auch ein einzelnes (Kapitel-) Bild auf einer Doppelseite wirken zu lassen.

Größe. Ich möchte im Notfall zwei Hochkantfotos übereinander haben. Weniger als 30cm Seitenlänge würde in eine Briefmarkensammlung resultieren. So hätte ich dann fast das analoge Standardbelichtungsformat 10×15.

Bilderanzahl. Auf einem Blick kann man maximal sieben Gegenstände ohne nachzuzählen erkennen. Das versuche ich auch mit den Bildern auf einer Doppelseite einzuhalten.

Anordnung der Bilder. Ich empfinde symmetrischen Aufbau ansprechend und unanstrengend für den Betrachter.

Eine Doppelseite mit wenigen Bildern die symmetrisch angeordnet sind.

Eine Doppelseite mit wenigen Bildern die symmetrisch angeordnet sind.

Hintergrund. Sollte zu den Bildern passen, nicht ablenken. Daher nehme ich grundsätzlich ein auf der Seite vorhandenes Bild (ohne eines, welches vorhanden sein könnte) als Hintergrund und mache es unscharf (Blur-Faktor 0,3 bis 0,4). Somit ist das Hintergrundbild garantiert farblich passend und das Muster findet sich auf der Seite wieder.

Effekte. Danke nein. Naja, fast nein. Weißer Rahmen und leichter Schattenwurf, damit die einzelnen Bilder sich etwas vom Hintergrund abheben.

Die wenigen Effekte die ich Fotobüchern hinzufüge, die aber die Bilder vom unscharfen Hintergrund deutlicher hervortreten lassen.

Detailausschnitt: die wenigen Effekte, die ich Fotobüchern hinzufüge, welche aber die Bilder vom unscharfen Hintergrund deutlicher hervortreten lassen.