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Außenputz lässt auf sich warten

Tja, gibt nicht viel zu berichten die letzten Wochen. Anscheinend ist es gar nicht so einfach ein Gerüst zu besorgen. Dieses Problem hatten wir ja auch schon bei den Rollokästen und der Perimeterdämmung.

So steht unser Haus immer noch nackig rum während wir auf Gerüst und Außenputz warten. Eigentlich wäre es egal, wenn nicht durch die Anputzschienen am Zwerchbau Regenwasser eintreten kann (im Rohbau bereits passiert) und es nicht einfach so nach südeuropäischem-fast-fertig-Stil aussehen würde.

Vielleicht bau ich mir ja selber ein Gerüst und engagiere diese fleißigen Arbeiter. Da geht’s dann halt wenigstens vorwärts.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Un04VMBnD-g]

Außenputz und Ausbesserungen

Diese Woche hatten wir eine Besprechung mit unserem Bauleiter (die uns auch schon per virtuellem Blumenstrauß zum Einzug gratulierten! :)  und dem Verputzer. Die eigentliche Außenputzbesprechung ging dabei ziemlich schnell vonstatten, da es dort ja eigentlich nur „straight forward“ ohne Sonderlocken zugeht. Wir werden einen zweigeteilten Putz (mit andersfarbigen Sockeln unten) nehmen, aber sowohl die Sockelhöhe als auch die Farbcodes müssen wir erst entscheiden bis das Gerüst steht.

Das Gerüst soll dann Ende Mai stehen, so dass im Juni dann der Unterputz aufgebracht, dann etwa zwei Wochen trocknen – und abschließend dann der Überputz (ob der wirklich so heißt? ;) gemacht werden kann.

Anschließend begutachteten wir auch noch gemeinsam die im letzten Artikel erwähnten Mängel am Innenputz – insbesondere an den Wandabschlüssen zur Decke hin und in den inneren Ecken. Hoffen wir, dass die Nacharbeiten diesmal auch tatsächlich die Mängel verbessern.

Die Probleme mit dem angeblich „oberflächenfertigen“ Deckenspritzputz wurden auch gleich noch besprochen. Zum einen ist der Deckenputz an einigen Stellen so dünn, dass man dunkle Schattierungen von der Betondecke sieht. Zum anderen haben wir etwa 5cm breite, wesentlich hellere Streifen, die sich in exakt gerade Linien durch unser gesamtes Erdgeschoss ziehen.

sichtbarer Streifen im Deckenspritzputz (diagonal im Bild)

Die Erklärung ist einfach, aber man muss erstmal drauf kommen: unsere Betondecke wurde ja durch auf Träger liegende Holzbalken gestützt. Anscheinend hat das Holz nun irgendwelche Stoffe (unser Bauleiter hat’s erklärt, ich aber leider vergessen ;) abgegeben, die dann vom Beton aufgenommen wurden. Als Konsequenz nimmt nun dieser Bereich die Farbe des Spritzputzes anders auf als die „normale“ Betondecke – die Streifen entstehen.

Wir hatten gleich beim Verputzen den Chef noch gefragt ob diese (da schon sichtbaren) Streifen verschwinden: ja, das würde durch’s Trocknen weggehen. Da sie nun immer noch sehr deutlich wie eh und je da sind, haben wir mit unserem Bauleiter ausgehandelt, dass die EG-Decke noch gestrichen wird. Aber halt blöd, dass der Verputzer nicht gleich eingeräumt hat dass die Streifen wohl eher nicht weggehen – weil so muss halt erst alles abgeklebt werden und wir haben dennoch den Dreck und den Ärger.

Aber ich möchte nicht mit etwas Negativen schließen, dazu haben wir ja auch eigentlich keinen Anlass. Weil dank der perfekten Planung, Organisation, Handwerkern und den ausschließlich besten Materialien konnte etwas fertiggestellt werden, was meine kühnsten Erwartungen übertraf. Ein neues Zeitalter des Hausbaus und des Wellness ist angebrochen. Ich darf präsentieren: die Weizen-AfterSport-Regendusche!

Weizen-AfterSport-Regendusche

Und bitte drückt uns die Daumen, dass unser Nachbargrundstück noch etwas länger unbebaut bleibt. Ich glaube nämlich, dass „Obermichelbach“ auf Altmittelfränkisch für „Ort der schönen aufgehenden Sonne“ bedeutet.

wir lieben den Ausblick aus unserem Schlafzimmer und Büro!

Aber die Grundstücksbesetzer mähen bereits den Rasen…

Ronja, unsere neue Nachbarin.

Hausbau im Prinzip fertig

Der letzte Bautagebuchartikel ist ja nun schon etwas her und es hat sich einiges getan. Nachdem das Parkettverkleben schneller und einfacher vonstatten ging wie gedacht, war auch die Küche schon nach wenigen Tagen fertig aufgebaut. Und dank vieler eifriger Helfer konnten auch die Schränke und das Bett schnell aufgebaut werden.

Griffbefestigung einer Schlafzimmerschranktür: kaum passt man mal nicht auf, fangen die Helfer das Blödeln an ;)

Und so wohnen wir jetzt schon seit drei Wochen in unserem neuen Haus. Und im Nachhinein haben sich die Eigenleistungen noch mehr gelohnt, wenn man unter dem selbstisolierten Dach schläft, auf dem selbstverklebten Boden läuft, … :)

Unser mühevoll selbstverklebtes Holzparkett

Was ist spannendes zwischendrin geschehen? Nunja, nach dem Boden verlegen wurden die Türrahmen und Innentüren durch die Firma Kneitschl eingesetzt (auch wieder stark: ein Handwerker, 12 Türen, ein Tag). Anschließend kam erneut der Fliesenleger und stellte seine Arbeiten fertig: die jeweils letzte Fliese wurde passend an die Türrahmen „rangefliest“.

So richtig spannend war für mich die Patchverkabelung für unser Netzwerk zu erstellen. Weil – naiv wie ich war – dachte ich, die gelegten Netzwerkkabel kann man einfach an einen Switch anschließen. Nö. Es handelt sich um Installationskabel die erst via Patchpanel an normale Patchkabel angeschlossen werden können.

Da der Elektriker (zu Recht) sehr viel Geld hierfür wollte, bestellte ich Patchpanel, Kabel und LSA Werkzeug (LSA = löt-, schraub-, abisolierfrei) und machte mich selbst an die Arbeit. Im Prinzip total einfach: Patchkabel abisolieren, entwirren, auflegen und das Werkzeug klemmt, schneidet und abisoliert in einem Schritt von alleine. Perfekt.

Angeschlossenes Patchpanel

Leider gingen dennoch drei der zwölf LAN-Dosen nicht, aber der Elektriker fand an den (von ihm) installierten Dosen schnell die Fehler und somit haben wir nun überall schnelles LAN, was auch notwendig ist, da die Betondecke unser WLAN nicht durchlässt.

Als ich dann auch noch alle (nicht erteilten) Aufträge im Telekomshop stornieren ließ und mich selbst an den diversen Hotlines um DSL kümmerte, haben wir nun auch endlich 16.000 DSL – etwas mehr als der vom T-Punkt Shop eigenmächtig eingerichtete Analoganschluss.

Was war noch? Alle Handwerker haben alle Arbeiten inzwischen abgeschlossen und bis auf den Innenputz („fehlende“ Ecke im Wohnzimmer – dann vom Chef nachgebessert – jetzt eigentlich noch schlimmer) und noch einigen anderen (kleinen) Mängeln sind wir sehr zufrieden dass alles so (nahezu) reibungslos geklappt hat. Vor allem mit unserem Rohbauer (A&S Bau) und unserem Elektriker (Elektro Meyer) lief es einfach perfekt.

Ich hoffe, das hat der Verputzer nicht ernst gemeint!

Was passiert jetzt? Nun ja, wir wohnen inzwischen seit drei Wochen im Haus und haben uns von Anfang an so richtig wohl- und heimisch gefühlt. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir seit Weihnachten jedes Wochenende im Haus gearbeitet haben. An das Landleben haben wir uns auch schon gewöhnt und lassen uns täglich zum Sonnenaufgang von den Wildgänsen, die dann immer direkt über unser Haus fliegen, wecken.

Guten Morgen Obermichelbach! (Blick aus dem Schlafzimmer)

Wie geht es weiter? Wir warten jetzt auf einen der letzten Termine mit unserem Bauleiter um das Gewerk Außenputz noch zu besprechen. Für den Putz wird nämlich auch längere Zeit gutes Wetter benötigt, was ja aber so langsam dann endlich mal kommen sollte…

Ein endloses, geflochtenes Band.

Das Buch „Gödel, Escher, Bach“ verstaubt zwar weiterhin sehr erfolgreich in einer Kiste, der Untertitel und gerade der Bezug zum Möbiusband sind mir aber gerade jetzt wieder sehr präsent.

Das Möbiusband ist nicht orientierbar - wie passend.
(Bildquelle: Wikipedia)

Letztes Jahr kamen wir in die endlose Schleife rein, als wir nur noch Behördengänge erledigten, myriadenfach telefonierten, mehr Unterschriften sammelten als die Gegner von Stuttgart21 – nur um dann doch wieder direkt auf „Los“ gehen zu müssen aber die 400 Euro nicht bekamen, sondern zahlten.

Doch dann, im Juli 2011, dachten wir wir wären entkommen. Die Bagger rückten an und es wurden Tatsachen geschaffen. Es wurde Sommer.

Nur jetzt, kurz vor Einzug, geht es wieder los. Kleinigkeiten wie falsche WC-Drücker, Duschstangen, defekte Spülung, etc. wurden sehr schnell getauscht und behoben. Aber außerhalb unserer geschützten „Bauträger-Blase“ knirscht es schon wieder gewaltig.

Da hätten wir den ausführenden Betrieb der N-Ergie, der nie für uns Zeit hatte. Eigentlich eine Kleinigkeit zum warmwerden.

Dann will der Kaminkehrer hier nen Nachweis, dort mehr Abstand, dann noch eine größere Unterlegplatte – während die Aufstellerfirma von all dem nichts gewusst haben will (als ob es der erste Ofen für sie wäre). Wir hatten inzwischen schon etwa 4 persönliche und noch wesentlich mehr telefonische Gespräche.

Und die Telekom will sich natürlich auch nicht lumpen lassen. Nachdem unser Anschluss vom Bauherrenservice freigegeben wurde, war ich im Telekomladen und bestellte DSL. Es sei alles okay gewesen, der Anschalttermin wurde mir mitgeteilt und ich verließ ohne jegliche Unterlagen (das sei normal, die Auftragsbestätigung erfolge per Post) den Laden.

Nur Post erhielt ich nicht. Auf Nachfrage hieß es dann, der Anschluss müsse für die Buchung noch angeschaltet werden. Ich werde angerufen.

Nur angerufen wurde ich nicht. Auf erneute Nachfrage (diesmal bei einer anderen Kollegin) erfuhr ich die gesamte Historie meines Auftrags: die Buchung hatte noch nie geklappt. Zu Beginn, im Laden, als ich angelächelt und verabschieded wurde, wusste die Mitarbeiterin bereits dass meine Buchung nicht funktionierte. Ein paar Lügen versehentliche Fehlinformationen dass alles okay sei, aber halt die gebuchte Geschwindigkeit „jetzt gerade nicht angezeigt“ wurde und ich war ihr vom Hals.

Damit konfrontiert war sie heute wesentlich kleinlauter, aber es gab immer noch keine Ergebnisse bezüglich des bei uns vorliegenden „Leitungsmangel“.

Der Bauherrenservice, den ich sicherheitshalber gleich danach anrief, schaute in die Akte, gab ein „ja um gotts willn“ von sich und versprach, sich morgen bei mir zu melden.

Hat noch jemand Lust bei uns im lustigen unendlichen geflochtenen Band ein paar Runden mitzudrehen?

Update 23.03.2012: nachdem ich dann schon wieder nicht mehr von der Telekom zurückgerufen wurde, nahm ich das Problem nochmal selbst in die Hand. Zuerst hatte ich in der Bauherrenbetreuung Erfolg: er kümmerte sich sofort um mein Problem und ein paar Stunden später rief mich ein kompetenter Techniker an.

Unser Anschluss war deswegen nicht buchbar, weil die N-Ergie (die unser Strom- und Telefonkabel gelegt hat) noch keine Rechnung hierüber an die Telekom gestellt hatten. Erst mit der Rechnung kann unser Anschluss in die verschiedenen Systeme als „verfügbar“ eingetragen werden. Der Techniker wollte noch weiter recherchieren und versprach mich nächste Woche zurückzurufen.

Am nächsten Morgen rief er dann tatsächlich schon an: er hat uns bereits jetzt überall eingetragen, die Rechnung folgt erst später. Somit ist unser Anschluss ab sofort buchbar.

Parkett selbst verlegen und verkleben

Letztes Wochenende stand ein weiteres großes Experiment Projekt an: das Holzparkett für Wohn-/Esszimmer und Küche sollte verlegt werden.

Bei unserem Parkett handelt es sich um Dielen (18x240cm) die keine Klickverbindung, sondern Nut und Feder haben und daher mit dem Estrich verklebt werden müssen. Gegen eine schwimmende Verlegung (mit Klickparkett) spricht eindeutig die Fußbodenheizung. Zum einen benötigt man eine Dampfsperrfolie und eine Trittschalldämmung, wobei gerade letztere einen schlechten Wärmedurchgangswert hat. Zum anderen entsteht zwischen den einzelnen Belagschichten jeweils ein (kleines) Luftpolster, welches wiederum eine wärmeisolierende Wirkung hat.

Im Internet und von vielen Parkettbetrieben wird einem immer wieder von einer Verklebung in Eigenleistung abgeraten. Bis wir auf die „Wohnraumprofis“ gestoßen sind, die uns kompetent beraten und geholfen haben. Dort bestellten wir unser Parkett Eiche weiß geölt und liesen uns alles zur Verklebung zeigen (und die Materialien besorgen).

Zuerst wurden vom Fachmann die ersten drei Reihen mittels Schnüren und Lasermessung angelegt und die Kanten der Dielen mit Bleistift auf dem Boden markiert. Dann wurde alles wieder abgebaut und der Estrich mit einer Grundierung versiegelt. Am nächsten Tag konnten wir dann mit dem Verlegen beginnen.

Parkett verkleben ist wahrlich kein Hexenwerk. Wir haben immer drei vollständige Reihen zurecht gelegt und passend gesägt. dann weggeschoben und mit einer normalen Spachtel den Parkettkleber auf dem Estrich verteilt. Anschließend wurde der Kleber mit einer anderen Spachtel (die tobleroneförmige Schlangen erzeugt) abgezogen.

die nächsten vorbereiteten Reihen

die nächsten drei Reihen in der Vorbereitung

Nun hat man kleberbedingt etwa 30 bis 45 Minuten Zeit das Holz zu legen. Ein Brett wird bündig an die vorherige Reihe gelegt und dann an seine endgültige Position geschoben. Dabei rutschen Nut und Feder meist kinderleicht zusammen. Falls nicht (meistens bei der jeweils ersten Reihe einer neuen Klebe-Schmierung wenn die trockenen Reste nicht richtig entfernt wurden) lies sich das mit kräftig drücken richten.

Kleber

Kleber

Insgesamt haben wir so zu zweit 59 Quadratmeter Parkett in vier Tagen verlegt und man kann es jedem nur empfehlen wenn einem die vom Parkettleger veranschlagten 25 Euro pro Quadratmeter Lohnkosten schmerzen…

Wände gestrichen und alles unter Strom

So langsam wird es schon fast wohnlich. Die letzten Wochenenden verbrachten wir mit vielen fleißigen Helfern im Haus und brachten dabei über 150 Liter Farbe an die Wände und Decken, Haare und Gesicht.

STO macht weißer als weiß ;)

STO macht weißer als weiß ;)

Auch die letzten Arbeiten des Trockenbaus haben wir endlich abgeschlossen. Wir haben noch die beiden Velux-Rahmen der Dachflächenfenster zusammengebastelt (im wahrsten Sinne des Wortes) und mit viel Mühe auch einsetzen können.

Obwohl die mitgelieferte Anleitung wirklich genial ist (inklusive Schablonen, Lot, etc.) haben wir für beide Rahmen drei Tage benötigt. Viel Zeit ging aber (mal wieder) vor allem dafür drauf, den luftdichten Folienanschluss hinzubekommen.

Folienabschluss am Dachflächenfenster

Folienabschluss am Dachflächenfenster

Bevor wir die Rigipsplatten anbrachten, hatte ich noch Trafo und Kabel für Halogenspots in der Decke verlegt. Die Kabelenden mussten jetzt wieder gefunden, die Decke aufgebohrt und die Lampen eingesetzt werden. In 7 von 8 Fällen klappte es auch – in einem Fall musste leider das 68mm große, falsch gesetzte, Loch wieder zugespachtelt werden.

Es wurden (vor drei Wochen) auch schon vom Fliesenleger alle Arbeiten erledigt, so dass das Bad jetzt schon tatsächlich fast ein richtiges Badezimmer ist. Lediglich die Wandfließen und Bodenleisten die direkt an die Türrahmen grenzen, fehlen noch. Erst wenn die Innentüren eingebaut sind, kann drangefließt werden.

Und unsere (fast) unendliche Geschichte mit dem Stromanschluss hat letzte Woche ein Happy End gefunden! Unsere Wärmepumpe konnte ja nicht in Betrieb genommen werden, weil wir nur Baustrom hatten. Somit mussten wir mit einer elektrischen Notheizung (wie ein Tauchsieder) das Wasser unserer Fußbodenheizung rein elektrisch aufheizen. Das zog jetzt in 10 Wochen rund 18.000 kWh – das neunfache unseres aktuellen Jahresverbrauchs!

Mehrspateneinführung (Telefon, Strom, Wasser)

Mehrspateneinführung (Telefon, Strom, Wasser)

Doch nachdem der ausführende Betrieb erst Kältefrei hatte, dann Kältefrei und dann wieder Kältefrei, bekamen wir letzte Woche endlich unseren richtigen Hausanschluss. Dass das Kältefrei aber einigermaßen berechtigt ist, verstehe ich jetzt: das Anschlusskabel hat etwa den gleichen Durchmesser wie unser Wasseranschluss – nur halt nicht hohl sondern mit Leitungen. Dass sich dieses Kabel bei Minusgraden unmöglich biegen und verlegen lässt (muss durch unser Leerrohr der Mehrspateneinführung gezogen werden), verstehe ich jetzt.

Zwei Tage nachdem der Strom dann da war, konnte dann auch unsere komplette Heizungsanlage (Luft-Wasser-Wärmepumpe) durch die Firmen Sitzmann und Meyer in Betrieb genommen werden. Aktuell läuft die Heizung aber leider noch im Notbetrieb (reiner Strommodus) aber das soll bald behoben sein. Und Anfang März kommt dann ein Techniker von Stiebel-Eltron und konfiguriert und erklärt uns die Anlage.

Teil der Heizung

Teil der Heizung

Ansonsten geht es jetzt schon ziemlich schnell dem Ende entgegen: die Böden sind geliefert und werden auch schon verlegt. Wenn das Timing wie bisher weiterhin so perfekt ist, dann klappt das noch mit dem Einzug Ende März…

Der Innenausbau läuft auf vollen Touren…

Heute geht es, wie versprochen, um nichts Technisches (insb. keinen Taupunkt). Und diesmal auch nur kurz und knackig.

Wir haben das EG vollständig fertig gestrichen.

Gestrichene Wand

Gestrichene Wand

Wir verfugen die Rigipsplatten und streichen das DG.

Streichen der Badezimmerdecke

Streichen der Badezimmerdecke

In unser Haus laufen aktuell fünf Stromkabel, aber das von der Notheizung scheint wohl den meisten Durchsatz zu haben ;)

Stromkabel für Notheizung

Stromkabel für Notheizung

Und aktuell wird unser Bad und EG-Flur gefliest.

Und noch eine (lustige?) Geschichte. Die Heizung wurde letzte Woche montiert. Allerdings war der zweite Monteur (Stift ohne Kraft) völlig überfordert. Leider war ich auf der Baustelle und musste daher die über 200 Kilo schweren Wärmespeicher in den Keller befördern. Das Ding stand auf einer Palette, die der Hauptmonteur mit sich selbst als Gegengewicht in Balance hielt, während ich unten die Palette zog und zog und … auf die jeweils nächste Treppenstufe knallen lies (und dabei zwei Treppenstufen zerstört).  Vier Stufen vor dem Ziel klingelte sein Handy. Und er ging weg zum Telefonieren. Ernsthaft. Ich (und der Zwerg) hielten also von unten mit voller Kraft den Kessel. Toll. (Aber ein bisschen wie Indiana Jones)

Dafür haben wir jetzt einen vollständigen Heizungskeller und ein UFO von einer Heizung neben der Haustür (auf dem Foto noch im offenen Zustand).

Außenaufstellung der Wärmepumpe

Außenaufstellung der Wärmepumpe (ohne Verkleidung)

Beplanken des Dachgeschosses

Auch unser letztes Teilprojekt „Beplanken“ bzw. „Trockenbau“ des Dachgeschosses verhielt sich völlig erwartungskonform. Es galt auch hier: wenn durch Eigenleistung viel Geld gespart wird, so liegt das v.a. an den teuren Handwerkerstunden. Übernimmt man nun selber diese Arbeiten, muss man natürlich damit rechnen wesentlich mehr Zeit als die Profis zu benötigen. Hat man das berücksichtigt, muss man die eigene Schätzung nur noch mit dem Faktor 3 multiplizieren und schon hat man eine Aufwandsabschätzung die nicht mehr gar so sehr überschritten wird. Beispiel: die Trockenbauer hätten laut ihrer Aussage zu dritt einen Tag benötigt. Wir haben zu dritt (und teilweise viert) sieben Tage gebraucht.

Was überhaupt zu tun war? Seit der Isolierung wurde unser DG durch die hübsche Dampfsperrfolie geschmückt. Hierauf brachten wir nun eine 24mm starke Lattung (auf den Dachsparren) und eine 24mm dicke Untersparrendämmung an. Da der Taupunkt(*) nicht innerhalb dieser zweiten Dämmschicht liegen wird, wird auch keine weitere Folie benötigt (Faustregel: Untersparrendämmung nie dicker als 20% der Zwischensparrendämmung).

Folie mit Untersparrendämmung und Lattung

Dampfbremsfolie mit Untersparrendämmung und Lattung

Auf diese Lattung kommt, nun senkrecht dazu, eine weitere Lattung drauf. Ist der Wandabschluss zu niedrig (Folienanschluss wegen zu wenig Putz / Mauerwerk nicht weiter oben möglich gewesen) oder werden Halogenspots eingebaut (60mm Abhängung notwendig) muss diese zweite Lattung gedoppelt werden: also zwei 24mm Latten werden direkt übereinander verschraubt. Gut, dass unsere Kehlbalken hoch genug liegen, so dass wir selbst mit der Dopplung auf 2,44m Raumhöhe kommen (KO Kriterium: IKEA Pax Schrank mit 2,44m benötigter Aufstellhöhe ;)

Lattung an der Decke mit Halogenverkabelung

Lattung an der Decke mit Halogenverkabelung

Jetzt wird es fieslig: die 200×60 bzw 260×60 Zentimeter großen Rigipsplatten müssen zurechtgeschnitten, positioniert und verschraubt werden. Gerade das Positionieren über Kopf mit den schweren Platten ist nicht ohne, da beim Wandabschluss etwa 2mm Fuge notwendig sind. So quält man sich bei 30 Grad Raumtemperatur (wegen Estrich-Aufheizprogramm) den ganzen Tag rum.

Justieren einer Rigipsplatte

Justieren einer Rigipsplatte

Hängen die Platten, so müssen diese noch verfugt und die Schraublöcher (etwa 30 Stück pro Platte) zugespachelt werden. Schee.

(*) Taupunkt – ein Beispiel aus unserem Treppenhaus, bei dem die Folie an einer kleinen Stelle nicht 100%ig dicht war.

Zuerst die Erklärung des Taupunktes. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Somit steigt die relative Luftfeuchtigkeit wenn sich Luft abkühlt. Ist bei einer bestimmten Temperatur – dem Taupunkt – dann eine Luftfeuchtigkeit von 100% ereicht, so kondensiert der Wasserdampf. Je nachdem wie warm und feucht die ursprüngliche Luft war, ändert sich demnach der Taupunkt.

Zu unserem Beispiel mit der kleinen Undichtigkeit am Wandabschluss der Folie. Die warme und feuchte Luft (bei uns 60% Luftfeuchte bei 30 Grad Temperatur) konnte an der Folie vorbei durch die Isolierung nach draußen gelangen. In unserem Fall lag der Taupunkt bei 21,4 Grad Celsius(**) und somit bevor die Luft an der 0 bis 10 Grad kalten Außenluft angekommen ist. Örtlich gesehen lag der Taupunkt nach etwa 15 Zentimeter Dämmung. Die Folge: nasse Dämmung auf etwa einem halben Quadratmeter und 5 Zentimer Dicke. Das mussten wir natürlich noch austauschen bevor die Folie dann endgültig luftdicht abgeschlossen wurde.

(**) http://www.wettermail.de/wetter/feuchte.html

Innenputz und Fenstermontage

So, das letzte Update hier ist ja schon eine Zeitlang her. Zum einen ist tatsächlich erstmal nicht sooo viel passiert, und dann ging alles zu schnell. Aber der Reihe nach.

Nachdem Elektro und Sanitär abgeschlossen waren, sollten die Fenster kommen. Die verschoben sich aber ständig: zuerst waren die Gläser nicht lieferbar, dann die Rollokästen. Schlussendlich wurden sie dann aber doch noch eingebaut: dreifach verglast und mit einem 9mm – 6 Kammern – Profil (also verdammt gut gedämmt). Entsprechend dick und schwer sind die Fenster auch.

Fensterrahmen und -gläser vor dem Einbau

Fensterrahmen und -gläser vor dem Einbau

Die Fenster wurden mit einem sog. RAL-Band montiert. Das ist deswegen verblüffend, als dass am Abend nach Abschluss des Einbaus rund um das Fenster gut 5 bis 50 mm Luft ist. Anschließend dehnt sich aber der Schaumstoff des Bandes auf die bis zu achtfache Größe auf und schließt alles luftdicht ab – naja, fast alles – bei einem Fenster mussten die Monteure nochmal kommen und das Band anföhnen damit es größer wird.

Noch nicht aufgegangenes RAL-Band

Noch nicht aufgegangenes RAL-Band

Nun waren also alle Fenster drin und unser Haus sah schon wieder mehr nach Haus aus. Danach rückten dann die Putzer an.

Haus mit Fenstern und dem Tank mit dem Innenputz

Haus mit Fenstern und dem Tank mit dem Innenputz

An alle Ecken und Kanten wurden Leisten angebracht und anschließend wurde der Putz aus einem großen Tank vor dem Haus einfach reingepumpt und an die Wand gespritzt. Dabei wurden der Putz dann immer noch glattgestrichen und auch gleichzeit alle Dachbalken, Rohre etc. eingeschweint.

Kanten für den Innenputz

Kanten für den Innenputz

Nun hieß es warten und lüften. Die 2cm dicke Putzschicht enthält Unmengen an Wasser die wir erstmal rausbringen mussten bevor wir mit der Dämmung beginnen konnten (nächster Artikel).

Verputztes Zimmer

Verputztes Zimmer

Voller Betrieb bei Elektro und Sanitär

Die letzten Tage und Wochen waren geprägt von Kleinigkeiten:

  • Vormauerungsbesprechung: wo kommt wie eine Vormauerung (z.B. für Spülkästen) hin
  • Gerüst abbauen: unser Haus steht jetzt von alleine ;)
  • Keller saugen: mit dem Nasssauger die 3cm Wasser (und Myriaden von Schnaken) aus dem Keller entfernt
  • Terminbesprechungen mit dem Bauleiter: wann wird was passieren
  • Hilfestellungen: unser Bauleiter erklärte uns noch ein paar Details für die Eigenleistung Dachisolierung

Aber heute mittag glich unsere Baustelle keiner normalen Baustelle mehr, sondern eher Saigon zur Rushhour. Naja, fast.

Männlich.

Männlich.

Während im Erdgeschoss die Kabel in der Decke liegen und von dort nach unten gezogen werden, ist es im Dachgeschoss genau andersrum. Die Kabel landen auf dem Rohfußboden, werden verlegt und der Estrich wird dann drüber gegossen.

Im DG kommen die Kabel aus dem Boden - nicht Decke.

Kabelverlegung im Dachgeschoss

Sowohl die Elektro- als auch Sanitärfirma waren mit jeweils 5 Männern angerückt und es wurden eifrig Schlitze gezogen, Löcher gebohrt, Kabel und Rohre verlegt, Spülkästen montiert, etc. pp.

Kabelschacht vom Keller ins Dachgeschoss

Kabelschacht vom Keller ins Dachgeschoss

Kabelschlitz mit Löcher für Schalter, Taster, Sprechanlage

Kabelschlitz mit Löcher für Schalter, Taster, Sprechanlage

Am Donnerstag kommt dann unsere Mehrspatendurchführung (Strom, Wasser, Telefon in einem Loch), am Wochende sollen die Fenster montiert werden und am Montag der Innenputz durchgeführt werden. Wir sind gespannt!