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Ein endloses, geflochtenes Band.

Das Buch „Gödel, Escher, Bach“ verstaubt zwar weiterhin sehr erfolgreich in einer Kiste, der Untertitel und gerade der Bezug zum Möbiusband sind mir aber gerade jetzt wieder sehr präsent.

Das Möbiusband ist nicht orientierbar - wie passend.
(Bildquelle: Wikipedia)

Letztes Jahr kamen wir in die endlose Schleife rein, als wir nur noch Behördengänge erledigten, myriadenfach telefonierten, mehr Unterschriften sammelten als die Gegner von Stuttgart21 – nur um dann doch wieder direkt auf „Los“ gehen zu müssen aber die 400 Euro nicht bekamen, sondern zahlten.

Doch dann, im Juli 2011, dachten wir wir wären entkommen. Die Bagger rückten an und es wurden Tatsachen geschaffen. Es wurde Sommer.

Nur jetzt, kurz vor Einzug, geht es wieder los. Kleinigkeiten wie falsche WC-Drücker, Duschstangen, defekte Spülung, etc. wurden sehr schnell getauscht und behoben. Aber außerhalb unserer geschützten „Bauträger-Blase“ knirscht es schon wieder gewaltig.

Da hätten wir den ausführenden Betrieb der N-Ergie, der nie für uns Zeit hatte. Eigentlich eine Kleinigkeit zum warmwerden.

Dann will der Kaminkehrer hier nen Nachweis, dort mehr Abstand, dann noch eine größere Unterlegplatte – während die Aufstellerfirma von all dem nichts gewusst haben will (als ob es der erste Ofen für sie wäre). Wir hatten inzwischen schon etwa 4 persönliche und noch wesentlich mehr telefonische Gespräche.

Und die Telekom will sich natürlich auch nicht lumpen lassen. Nachdem unser Anschluss vom Bauherrenservice freigegeben wurde, war ich im Telekomladen und bestellte DSL. Es sei alles okay gewesen, der Anschalttermin wurde mir mitgeteilt und ich verließ ohne jegliche Unterlagen (das sei normal, die Auftragsbestätigung erfolge per Post) den Laden.

Nur Post erhielt ich nicht. Auf Nachfrage hieß es dann, der Anschluss müsse für die Buchung noch angeschaltet werden. Ich werde angerufen.

Nur angerufen wurde ich nicht. Auf erneute Nachfrage (diesmal bei einer anderen Kollegin) erfuhr ich die gesamte Historie meines Auftrags: die Buchung hatte noch nie geklappt. Zu Beginn, im Laden, als ich angelächelt und verabschieded wurde, wusste die Mitarbeiterin bereits dass meine Buchung nicht funktionierte. Ein paar Lügen versehentliche Fehlinformationen dass alles okay sei, aber halt die gebuchte Geschwindigkeit „jetzt gerade nicht angezeigt“ wurde und ich war ihr vom Hals.

Damit konfrontiert war sie heute wesentlich kleinlauter, aber es gab immer noch keine Ergebnisse bezüglich des bei uns vorliegenden „Leitungsmangel“.

Der Bauherrenservice, den ich sicherheitshalber gleich danach anrief, schaute in die Akte, gab ein „ja um gotts willn“ von sich und versprach, sich morgen bei mir zu melden.

Hat noch jemand Lust bei uns im lustigen unendlichen geflochtenen Band ein paar Runden mitzudrehen?

Update 23.03.2012: nachdem ich dann schon wieder nicht mehr von der Telekom zurückgerufen wurde, nahm ich das Problem nochmal selbst in die Hand. Zuerst hatte ich in der Bauherrenbetreuung Erfolg: er kümmerte sich sofort um mein Problem und ein paar Stunden später rief mich ein kompetenter Techniker an.

Unser Anschluss war deswegen nicht buchbar, weil die N-Ergie (die unser Strom- und Telefonkabel gelegt hat) noch keine Rechnung hierüber an die Telekom gestellt hatten. Erst mit der Rechnung kann unser Anschluss in die verschiedenen Systeme als „verfügbar“ eingetragen werden. Der Techniker wollte noch weiter recherchieren und versprach mich nächste Woche zurückzurufen.

Am nächsten Morgen rief er dann tatsächlich schon an: er hat uns bereits jetzt überall eingetragen, die Rechnung folgt erst später. Somit ist unser Anschluss ab sofort buchbar.

Heiße Sache II (oder: wie Preller doch noch gewann)

Skantherm Emotion M

Skantherm Emotion M

Im letzten Artikel bin ich ja etwas über Ofen Preller hergezogen, da wir dort im Gegensatz zum Ofen Götz nicht nur keine, sondern auch noch eine falsche Beratung erhalten haben.

Da wir uns für nun für ein konkretes Modell entschieden haben, holten wir bei beiden Läden Angebote ein. In beiden Geschäften wurden wir vom Chef persönlich bedient. Was zumindest im Fall vom Preller ein leicht überhebliches Gespräch nach dem wir-sind-eh-die-Besten-und-kein-Baumarkt-sondern-Traditionsunternehmen-Motto ablief.

Aber: wir erhielten ein sauberes, günstiges Komplettangebot. Inklusive technischen Details wie die versteckten Rohre laufen, isoliert sind und was gegen Kondenswasser schon beim Einbau getan wird. Insgesamt also ein sehr hochwertiges und detailliertes Angebot mit Festpreis.

Beim Ofen Götz lief es etwas anders ab. Nichts schriftliches, keine Isolierung an den Rohren, alles nach dem „naja, da schau ma halt dann mal“ Prinzip (klar, ich reiße gerne mal ne Wand ein, wenn ich in 5 Jahren merke dass sich dann vielleicht doch Kondenswasser zwischen Luftzu- und -abfuhr angesammelt hat). Genauso auch der Preis, den er uns „auf nen Fünfziger hin oder her“ jetzt leider nicht sagen kann.

Und somit hat der Preller trotz erheblicher Anlaufschwierigkeiten dann auf der Zielgeraden doch noch den Götz mit einem Affenkaracho überholt und hat sich das Angebot gesichert. Und wir fühlen uns jetzt dann wirklich gut und kompetent aufgehoben.

Heiße Sache (oder: die Kunst des Feuers)

Luftströme im Kaminofen

Luftströme im Kaminofen

Letztes Wochenende dachten wir uns dass man bei dem schönen Wetter ja schonmal Kaminöfen anschauen kann. Was liegt im Sommer auch näher?

Also zuerst bei Ofen Preller in Fürth umgeschaut. Mehr gab’s auch nicht, eine gute Beratung suchte man vergeblich. Halt doch, Frau Preller in Person ließ sich dazu herab uns aufzuklären dass schließlich „bei fast jedem Ofen“ der Rauchrohranschluss auch hinten sein kann. Auch bei diesem Modell? Klar. Wirklich? Ach nee, doch nicht. Achso: die von ihr beschriebene „Luftöffnung für schnelle Wärme ohne den Speckstein“ ist laut Broschüre ein Wasserverdampfer.

Aber eine große und schön aufgebaute Ofenausstellung hat der Preller wirklich. Wir schossen uns dann ziemlich schnell auf geradlinige, eckige Öfen mit drei Fensterseiten ein und sammelten eifrig Material. Attika und Skantherm haben uns am meisten beeindruckt.

Ein paar Tage später waren wir dann bei Ofen Götz in Nürnberg. Der erste Eindruck wird von einer großen Ausstellung auf kleiner Fläche (im Vergleich zum Preller) dominiert. Aber hier dauert es nur kurz bis sich ein über einstündiges Gespräch (nicht Verkaufsgespräch, wirklich kompetente und gute Beratung) mit Herrn Götz ergab.

Jetzt wissen wir alles über Öfen.

  • Scheibenspülung (vorgewärmte Brennluft die an den Scheiben entlangstreicht um Rußbildung zu vermeiden)
  • Brennkammerdesign (leich oval mit Zuspitzung nach hinten damit das Feuer sich hinten konzentriert und nicht die Scheiben anrußt)
  • Fensterdesign (jedes Fenster ist eine Kältebrücke, hierdurch rußt es trotz Scheibenspülung und guter Brennkammer am meisten)
  • Brennluftzufuhr (von hinten ist doof, besser von unten durch den Estrich in den Ofen, dann zieht es besser)
  • Brennluftabfuhr (am besten erstmal nach oben, dann kann es für die Biegung zum Kamin schonmal Schwung holen)
  • Kaminanbindung (jede Kurve im Ofenrohr nimmt etwa 1 bis 2 Pascal (von insgesamt etwa 12 Pascal Zug) weg)
  • etc. pp.

Laut Erfahrungsberichten zu verschiedensten Öfen im Internet scheint da auch überall was dran zu sein. Naja – unser eckiger Ofen mit drei Scheiben und seitlicher Luftzu- und -abfuhr scheidet dann wohl aus. Aber wir haben schon ein anderes klasse Modell (auch von Skantherm) in unser Herz geschlossen.

Jetzt müssen wir uns noch entscheiden und dann frühzeitig zuschlagen, damit wir noch vor der Estrichbesprechung wissen wo der Ofen später steht damit dort keine Fußbodenheizung verlegt wird und die externe Luftzufuhr im Estrich liegt.