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Schimmelfleck an Kellerwand

Letzte Woche entdeckten wir einen großen Schimmelfleck an einer Kellerwand.

Schimmelfleck an der Kellerwand

Schimmel im Keller in Neubauten ist zwar nicht so ungewöhnlich, die Größe und Position unseres Schimmels dann aber doch. Ist ja auch schließlich direkt an einem Abwasserrohr. Die erste Vermutung war Kondenswasser: das kalte Abwasser kühlt das Rohr ab, die Luftfeuchtigkeit kondensiert am Rohr und sammelt sich an dessen unterster Stelle an der Wand.

Es hätte aber auch noch eine Art natürliche Kältebrücke trotz Perimeterdämmung an der Außenseite sein können: auf der Innenseite einer Ecke hat man eine geringere Fläche als auf der Außenseite und somit einen höheren Wärmeverlust (deshalb sind Kaiserpinguine rund und nicht eckig ;)

Den richtigen Hinweis gab aber ein Taschentuch: in der Wand zwischen Rohr und Isolierung reingesteckt und nach 15 Minuten nass rausgezogen. Hätte zwar immer noch Kondensat sein können, war es aber nicht. Der Sanitärhandwerker entfernte den Putz und untersuchte Rohr und Dichtung in der Wanddurchführung (Doymadichtung). Dabei stellte er eine gerissene Muffe beim Übergang Rohr – Doymadichtungfest.

Diese wurde ausgetauscht und jetzt lassen wir den restlichen Putz erstmal trocknen und beobachten dann dennoch weiterhin.

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Eigenleistung Stützmauer und Keller fertig

In der letzten Woche hat sich einiges getan: unser Keller ist komplett fertig!

Nachdem die Außenwände fertig waren, haben wir in Eigenleistung zwei Stützmauern seitlich unsere Lichthofes hochgemauert. Diese sind nötig, da wir die schräge Steigung nur in den Garten hinein und nicht seitlich wollen. Daher müssen diese beiden Mauern die Erde vom Reinrutschen abhalten.

Schon halb verbrauchte Materialien

Schon halb verbrauchte Materialien

Nach Rücksprache mit unserem Rohbauer besorgten wir also 67 Betonsteine und 1,5 Tonnen Trockenbeton, einen Betonmischer, Bewehrungseisen und ein paar kräftige Hände. Wir mischten also Beton, gossen damit dann Reihe für Reihe die Schalungssteine aus und untestützten den Beton mit den Bewehrungsstangen. Damit der Beton nicht gleich wieder hinausfloss, mussten wir auch noch Schalungsbretter seitlich anbringen.

Mauer mit Verschalung

Mauer mit Verschalung

Es war eine sehr schwere Arbeit. Ein Stein wog 25 Kilo und die 1,5 Tonnen Beton wurden natürlich durch das Wasser auf über 2 Tonnen erschwert. Dennoch konnten wir beide Mauern innerhalb von zwei Tagen nahezu problemlos fertigstellen.

Fertige Mauern

Fertige Mauern

Unter der Woche wiederum wurden die Innenwände dann aus Kalksandstein gemauert. Anschließend wurden die Stützen aufgestellt und auf diese dann die Filigrandecke (aus individuellen Fertigteilen) aufgelegt.

Stützen für Filigrandecke

Stützen für Filigrandecke

Nun kam die Firma Elektro Meyer zum Zug: alle für den Keller notwendigen Kabel (Strom, Sat, LAN) wurden zuerst vom Technikraum im Keller am Kamin nach oben auf die Filigrandecke gelegt und anschließend wieder durch Deckenlöcher in die einzelnen Zimmer zurück.

Kabelschlangen auf Filigrandecke

Kabelschlangen auf Filigrandecke

In diesem Spinnennetz ist auch bereits der Stromanschluss für Herd und Spülmaschine vorhanden. Die restlichen Leitungen für das EG werden dann auch wieder über dessen Decke verteilt.

Als dann alle Kabel verlegt waren, wurde auf die Filigrandecke der Beton gegossen. Somit haben wir jetzt eine fertige Kellerdecke und die Arbeiten zum EG können beginnen.

Fertiger Keller vor Betongussdecke

Fertiger Keller vor Betongussdecke

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Die Kellerwände stehen!

Das ging mal wieder flott. Heute vormittag gegen 7.30 Uhr wurden die vorgeschalten Kelleraußenwandelemente geliefert.

Fliegende Kellerwand

Fliegende Kellerwand

Das Gießen der Wände ausschließlich mit Ortbeton ist bei uns aufgrund des fehlenden Platzes zur Kommunwand nicht möglich. Daher wurden für uns Wandelemente vorgefertigt, die zwar auch aus WU Beton gegossen sind, aber in der Mitte noch 12cm Luft haben um sie dann vor Ort 100% wasserdicht auszugießen. An der Kommwand wurden die hübsche Dämmung bereits aufgebracht.

Nachbar - Dämmung - Dämmung - Dämmung - Außenhaut - Bewehrung - Innenhaut

Nachbar - Dämmung - Dämmung - Außenhaut - Bewehrung - Innenhaut

Die Elemente wurden nach und nach an ihrem fest vorgegebenen Platz aufgestellt und mit Halterungen miteinander verschraubt.

Positionieren des Wandelementes

Positionieren des Wandelementes

Damit es den eingegossenen Beton nicht gleich wieder rausdrückt, wurden die Fugen vorerst mit Schaum abgedichtet.

Verbindung der Wandelemente

Verbindung der Wandelemente

Da der Beton an der Bewehrung (die Metallverbindungen zwischen Innen- und Außenhaut) hängen bleibt, wurde lustig im Kreis gegossen: vorne laufen zwei die den Beton einfüllen und mit etwas Abstand kam der Riesenvibrator zum Einsatz, der den Beton rüttelt und trotz Bewehrung gut setzen lässt.

Gießen und Rütteln

Gießen und Rütteln

Dass der gegossene Beton „satt“ war, sah man daran, das am Ende der Beton aus dem Boden und den Fenstern gequollen ist. Insgesamt wurden jetzt bereits 50 Tonnen Beton für die Bodenplatte und 25 Tonnen Beton heute für die Kellerwände vergossen. Das sollte halten.

Der Riesenbetonrüssel

Der Riesenbetonrüssel

 

Bodenplatte mit Abdeckung

Bodenplatte fertig

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. :) Am Mittwoch kam Elektro Meyer auf unsere Baustelle um den von der N-Ergie freigeschalteten Baustrom anzuschließen.

Baustromanschluss

Baustromanschluss

Nachdem das passiert war sollte am Freitag vormittag auch gleich noch das Bauwasser durch die Eltersdorfer Gruppe der Stadtwerke Erlangen freigeschaltet werden. Das klappte leider nicht, aber dennoch konnte unser Rohbauer mit der Bodenplatte anfangen – er zapfte halt das Wasser unserer Nachbarn an ;)

Am Freitag gegen 17 Uhr trafen wir dann Hr. Albrecht von A&S Bau dann auch gleich noch an der Baustelle an. Die Bodenplatte war gerade fertig und wurde zum Schutz vor der starken Sonneneinstrahlung mit einer Plane abgedeckt (sonst Gefahr der Rissbildung).

Bodenplatte mit Abdeckung

Bodenplatte mit Abdeckung

Dann ergaben sich noch Änderungen bei unserer „weißen Wanne“ die wir als Keller erhalten. Die Kommunwand zu den Nachbarn wird aus Fertigteilen aufgestellt und diese dann ausgegossen, da eine Verschalung aus Platzgründen nicht möglich ist.

Allerdings ist der Übergang der verschiedenen Betonarten zwischen Fertigteil und verschaltem Guss niemals 100%ig perfekt, daher erhalten wir nun nirgends eine Verschalung sondern die Fertigteilbauweise wird komplett angewandt. Die Teile werden gerade für uns produziert und in 8 Tagen aufgestellt.

Anschließend werden die Hohlräume und Schnittstellen der Fertigteile noch mit WU-Beton ausgegossen. Technisch also ein anderes Verfahren wie der Komplettguss, aber vom Ergebnis her kein Unterschied.

Eine weitere Entdeckung auf der Baustelle war, dass die Kommunkellerwand unserer Nachbarn leider 8cm nach hinten verrutscht ist. Daher werden wir nun nicht wie geplant mit 12cm Vollwärmeschutz außen dämmen, sondern an der entsprechenden Stelle mit 20cm.

Bodenplatte mit Abdeckung

Bodenplatte mit Abdeckung

Bagger beim Aushub

Baugrube ausgehoben

Letzten Samstag war es soweit: seitdem sind wir stolze Besitzer eines etwa 250 Kubikmeter großen Lochs!

Bagger beim Aushub

Bagger beim Aushub

Da unser Rohbauer von A&S Bau keinen eigenen Bagger und LKW zum Abtransport der Erde hat, musste er sich welche von der Firma Großmüller organisieren. Da diese nur Samstags verfügbar waren und die Erddeponie dann schon um 12 Uhr schließt, war also höchste Eile beim Ausheben geboten.

Das klappte auch einfach perfekt: drei große LKW, davon zwei mit extra Anhänger, nahmen die Erde vom Bagger auf und fuhren diese in die 12 Kilometer entfernte Deponie nach Zirndorf (Erddeponie Leichendorf, verlangen 5 Euro pro Tonne Erde (ein Kubikmeter sind etwa 1,7 Tonnen)).

Die Grube wurde gleich mit Kies aufgefüllt

Die Grube wurde gleich mit Kies aufgefüllt

In den Zeiträumen, in denen alle drei LKW gleichzeitig unterwegs waren, hatte unser Baggerfahrer dann zwei Jobs. Zuerst den vierten (kleineren) LKW vollladen. Dann diesen auf das (bisher unverkaufte) Nachbargrundstück(*) fahren. Erde ausladen, zurückfahren und wieder weiterbaggern.

Und dank dieser sehr guten Organisation haben wir seit Samstag 15 Uhr unser (bereits mit Kies für die Bodenplatte gefülltes) Loch.

Unser fertiges Kellerloch

Unsere fertige Kellergrube

(*) Die Erde dürfen wir nach Absprache mit dem Bürgermeister dort für ein paar Wochen lagern. Sobald der Keller steht, benötigen wir diese dann aber sowieso wieder um den Rand (das Loch ist ja größer als der Keller) wieder aufzufüllen. Abschließend werden wir auf dem Lagergrundstück (wie vom Bürgermeister gewünscht) wieder Unkraut Gras sähen.